Ransomware: Honda stoppt Produktion wegen Wanna Cry

Die Wanna-Cry-Krise ist noch nicht vollständig vorbei: Der japanische Autobauer Honda musste die Produktion in einem seiner japanischer Werke einstellen, weil die eigenen Netzwerke infiziert waren. Verschiedene Geheimdienste glauben, den Schuldigen gefunden zu haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Honda musste seine Produktion wegen Wanna Cry unterbrechen.
Honda musste seine Produktion wegen Wanna Cry unterbrechen. (Bild: Arnd Wiegmann/Reuters)

Der japanische Autobauer Honda hat in der vergangenen Woche seine Produktion in einem Werk für rund einen Tag unterbrochen, weil im Netzwerk der Fabrik eine Infektion mit der Wanna-Cry-Ransomware festgestellt wurde. Andere Werke des Unternehmens sollen von dem Ausfall nicht betroffen gewesen sein, wie Reuters berichtet.

Stellenmarkt
  1. Digital Solutions Manager (m/w/d)
    P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG, München
  2. Entwicklungsingenieur:in (m/w/d) - Fahrerassistenzsysteme / Autonomes Fahren
    IAV GmbH, Heimsheim
Detailsuche

Es ist bemerkenswert, dass auch mehr als einen Monat nach der ersten Infektionswelle noch erfolgreiche Infektionen stattfinden. Details zu der aktuell verwendeten Version der Malware sind nicht bekannt. Am Sonntag hatte das Unternehmen nach seinen Angaben eine Infektion in den eigenen Netzwerken in Japan, Nordamerika, Europa und China entdeckt. Warum die Produktion nur in dem Werk Sayama, nordwestlich von Tokio, gestoppt wurde, ist nicht bekannt.

Nordkorea soll schuld sein

Wanna Cry verbreitet sich als Wurm über eine 16 Jahre alte Schwachstelle im SMB-Protokoll (Version1) und nutzt dabei einen Exploit mit dem Namen Eternalblue, der vom US-Geheimdienst NSA entdeckt und entwickelt wurde. Der Exploit wurde von einer Hackergruppe veröffentlicht, die unter dem Namen Shadow Brokers operiert. Mehrere Sicherheitsfirmen und Geheimdienste aus den USA und Großbritannien gehen mittlerweile davon aus, dass eine nordkoreanische Gruppe hinter den Wanna-Cry-Angriffen steckt. Der Wanna-Cry-Ausbruch hat in den USA erneut zu Diskussionen über den staatlichen Umgang mit Zero-Day-Exploits geführt.

Bei der ersten großen Angriffswelle im Mai wurden Schätzungen zufolge mehr als 200.000 Computer in mehr als 150 Ländern weltweit infiziert und verschlüsselt. Der Großteil der betroffenen Rechner läuft auf Windows 7. Neben dem britischen Gesundheitsversorger NHS waren im Mai auch andere Autobauer betroffen, etwa Renault und Nissan.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Bitfuchs 22. Jun 2017

Vom Gesetz her ist die Regelung generell nicht erlaubt, entschieden haben da Gerichte...

narfomat 22. Jun 2017

das sollte ein scherz sein oder? =)

Anonymer Nutzer 22. Jun 2017

Das war immer schon so, ist auch egal wer da in den Medien als Bösewicht hochgezogen...

Anonymer Nutzer 21. Jun 2017

So wie Honda, die jetzt Bitcoins kaufen müssen und, viel viel teurer, einen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Strange New Worlds Folge 1 bis 3
Star Trek - The Latest Generation

Strange New Worlds kehrt zu episodenhaften Geschichten zurück und will damit Star-Trek-Fans alter Schule abholen. Das gelingt mit Bravour. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Oliver Nickel

Strange New Worlds Folge 1 bis 3: Star Trek - The Latest Generation
Artikel
  1. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

  2. Flowcamper: Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt
    Flowcamper
    Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt

    Das elektrische Wohnmobil Frieda Volt basiert auf einem umgebauten Volkswagen T5 oder T6 und ist mit einem 72-kWh-Akku ausgerüstet.

  3. Cariad: Aufsichtsrat greift bei VWs Softwareentwicklung durch
    Cariad
    Aufsichtsrat greift bei VWs Softwareentwicklung durch

    Die Sorge um die Volkswagen-Softwarefirma Cariad hat den Aufsichtsrat veranlasst, ein überarbeitetes Konzept für die ehrgeizigen Pläne vorzulegen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 614€ • Crucial P5 Plus 2 TB 229,99€ • Preis-Tipp: Kingston NV1 2 TB 129,90€ • AVM FRITZ!Repeater 1200 AX 69€ • MindStar (u. a. Palit RTX 3050 339€) • MMOGA (u. a. Total War Warhammer 3 29,49€) [Werbung]
    •  /