Ransomware: Erpresser drohen mit Veröffentlichung von Watch Dogs Legion

Ubisoft und Crytek sollen einem Ransomware-Angriff zum Opfer gefallen sein - Crytek sei sogar "vollständig verschlüsselt".

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Watch Dogs Legion
Artwork von Watch Dogs Legion (Bild: Ubisoft)

Es klingt wie eine schlechte Marketingaktion: Ausgerechnet das Actionspiel Watch Dogs Legion, das Hacker als Helden darstellt, soll kurz vor seiner Veröffentlichung einem Ransomware-Angriff zum Opfer gefallen sein.

Stellenmarkt
  1. Informatiker - Business Analyst / Requirements Engineer (m/w/d)
    DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH, Düsseldorf
  2. Softwareentwickler Data Engineer (m/w/d)
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
Detailsuche

Laut einem Bericht von ZD Net soll sich die verantwortliche Hackergruppe Egregor außerdem Zugang zum Netzwerk des Frankfurter Spieleentwicklers Crytek verschafft haben. Dessen Systeme seien "vollständig verschlüsselt" - jedenfalls sollen das Mitglieder von Egregor zu ZD Net gesagt haben.

"Egregor" ist eigentlich der Name einer Ransomware-Software. Welchen konkreten Zusammenhang es mit der nun in Aktion getretenen Gruppe gibt, ist nicht bekannt.

Die Hacker sollen laut ZD Net gesagt haben, dass sie sich Watch Dogs Legion bei Ubisoft kopiert hätten. Dabei sei allerdings nichts verschlüsselt worden. Nun drohe Egregor damit, den Quellcode des Actionspiels und der Engine nach und nach zu veröffentlichen - falls Ubisoft weiterhin jeden Kontakt ablehne.

Golem Karrierewelt
  1. Deep-Dive Kubernetes – Production Grade Deployments: virtueller Ein-Tages-Workshop
    08.11.2022, Virtuell
  2. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Bislang sollen weder Ubisoft noch Crytek auf entsprechende E-Mails reagiert haben. Egregor habe allerdings auch noch keine konkreten Forderungen gestellt. Laut ZD Net haben sich die betroffenen Unternehmen bislang nicht öffentlich zu dem Thema geäußert oder in den vergangenen Tagen irgendwelche Sicherheitsprobleme offenbart.

Es ist unklar, was Egregor erreichen möchte. Normerweise geht es bei derartigen Angriffen schlicht um Geld. Wenn die Firmen nicht bezahlen, bekommen sie keinen Zugriff mehr auf ihre verschlüsselten Daten oder ihre Quellcodes werden ins Netz gestellt.

In den vergangenen Monaten hatte vor allem eine Ransomware-Attacke auf Garmin für Schlagzeilen gesorgt. Der Hersteller von Smartwatches und Navigationslösungen ist nach eigenen Angaben auf die Forderungen der Erpresser eingegangen und hat bezahlt. Laut Gerüchten soll es um eine Summe von zehn Millionen US-Dollar gegangen sein.

Watch Dogs Legion Limited Edition - exklusiv bei Amazon

Wie ernst die Ransomware-Angriffe auf Ubisoft und Crytek zu nehmen sind, ist nicht ganz klar. Nach Angaben von ZD Net sind rund 20 MByte mit Daten, die vermutlich wirklich von Ubisoft stammen, im Netz aufgetaucht.

Allerdings sei nicht klar erkennbar, dass sie wirklich mit Legion zu tun hätten - sie könnten auch zu einem früheren Watch Dogs gehören. Legion soll am 29. Oktober 2020 auf den Markt kommen. Außerdem seien rund 300 MByte mit Daten aufgetaucht, die offenbar einen Bezug zu Crytek hätten. Dabei soll es sich aber eher um allgemeine Dokumente handeln, weniger um Codes.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Prof.Dau 20. Okt 2020

Interessanter Einblick. Würdest du interessehalber verraten wieviele Dateien dass in...

Standard 19. Okt 2020

Wie gesagt ist dein Name wohl Programm. Differnzierung ist dir wohl auch ein...

ConstantinPrime 19. Okt 2020

Genau das! Ich finde das neue Werbebanner sehr gut! Zugegeben ich sehe auch die...

isaccdr 18. Okt 2020

Kann ich mir kaum vorstellen, dass das größere Problem wäre. Wenn mehrere Jahre...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streit mit Magnus Carlsen
Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben

Schachweltmeister Magnus Carlsen wirft dem Großmeister Hans Niemann Betrug vor - eine neue Untersuchung stärkt die Vorwürfe.

Streit mit Magnus Carlsen: Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben
Artikel
  1. Airpods Pro 2 im Test: Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus
    Airpods Pro 2 im Test
    Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus

    Mit sinnvollen Verbesserungen sind die Airpods Pro 2 das Beste, was es derzeit an ANC-Hörstöpseln gibt. Aber Apples kundenfeindliche Borniertheit nervt.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  2. Dr. Mike Eissele: Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben
    Dr. Mike Eissele
    "Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben"

    Chefs von Devs Teamviewer-CTO Dr. Mike Eissele gibt einen tiefen Einblick, wie man sich auf eine Arbeitswelt ohne Bildschirme vorbereitet.
    Ein Interview von Daniel Ziegener

  3. Anwalt spendet Abmahnerlöse: Datenschutzvereine sehen sich instrumentalisiert
    Anwalt spendet Abmahnerlöse
    Datenschutzvereine sehen sich instrumentalisiert

    Die Berichte über Abmahnungen wegen des Einsatzes von Google Web Fonts häufen sich. Weil ein Abmahnanwalt nun seine Erlöse spendet, gibt es Streit.
    Ein Bericht von Lennart Mühlenmeier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Inno3D RTX 3090 Ti 1.999€, MSI B550 Mainboard 118,10€, LG OLED 48" 799€, Samsung QLED TVs 2022 (u. a. 65" 899€, 55" 657€) • Alternate (Acer Gaming-Monitore) • MindStar (G-Skill DDR4-3600 16GB 88€, Intel Core i5 2.90 Ghz 99€) • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /