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Ransomware: Daten von Kreisverwaltung im Darknet

Eine Ransomwaregruppe hat Daten im Rhein-Pfalz-Kreis verschlüsselt und kopiert. Jetzt wurden sie im Darknet veröffentlicht.
/ Moritz Tremmel
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Bei einem Ransomwareangriff werden Daten verschlüsselt - und häufig zuvor kopiert. (Bild: Schluesseldienst/Pixabay)
Bei einem Ransomwareangriff werden Daten verschlüsselt - und häufig zuvor kopiert. Bild: Schluesseldienst/Pixabay

Nach einem Ransomwareangriff auf die Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises Ende Oktober sind die Daten der Verwaltung im Darknet aufgetaucht. Das teilte Landrat Clemens Körner (CDU) mit. Zu Umfang und Tiefe der Daten laufen demnach strafrechtliche Ermittlungen.

Die Kreisverwaltung stehe mit allen beteiligten Behörden und vor allem der Polizei in engem Austausch, auch um zeitnah geeignete Maßnahmen zu treffen, hieß es aus dem Rhein-Pfalz-Kreis. Weitere Erkenntnisse gebe es noch nicht.

Seit dem Angriff Ende Oktober "ist die Verwaltung per E-Mail oder per Telefon unter den gewohnten Mail-Adressen beziehungsweise Telefonnummern nicht mehr erreichbar, da das gesamte Computernetzwerk inklusive Telefonanlage davon betroffen ist," heißt es auf der Webseite des Rhein-Pfalz-Kreises(öffnet im neuen Fenster) . Die Kreisverwaltung arbeite mit Hochdruck an neuen Wegen der Erreichbarkeit.

Die Behörde verweist vor allem auf das persönliche Aufsuchen der Behörden, schriftliche Anfragen per Post und ein Bürgertelefon, dessen Besetzung verstärkt worden sei. Bereits Ende Oktober befürchtete der Landrat, dass vertrauliche oder auch kompromittierende Daten von Einwohnern sowie auch von Mitarbeitern im Darknet veröffentlicht werden könnten.

Keine hundertprozentige Sicherheit vor Ransomware

Hinter dem Angriff stecke eine professionelle Ransomwaregruppe, "die aus Cyberangriffen ein regelrechtes Geschäftsmodell gemacht hat," erklärte Körner. Diese habe die Daten auf den Servern verschlüsselt, auf die kein Zugriff mehr möglich sei. Auch E-Mail-Postfächer und Telefonanlage seien betroffen.

"Sie dürfen davon ausgehen, dass wir nach dem aktuellen Stand der Technik einen hohen Sicherheitsstandard erfüllen. Aber es bleibt festzustellen, dass es eine hundertprozentige Sicherheit gegenüber solch kriminellen Angriffen nicht gibt," erklärte der Landrat.


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