Ransomware: Cyberangriff trifft Fraunhofer-Institut in Stuttgart

Das in Stuttgart ansässige Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) ist zum Jahreswechsel Ziel einer Ransomware-Attacke geworden. Allzu viele Details nennt die Forschungseinrichtung bisher zwar nicht, jedoch versichert sie in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) , den Vorfall zusammen mit IT-Sicherheitsexperten und den zuständigen Ermittlungsbehörden zu untersuchen und "geeignete Maßnahmen zu ergreifen" .
Schon jetzt habe das Fraunhofer-Institut "Vorkehrungen zur maximalen Begrenzung weiterer Schäden getroffen" , heißt es. Wie groß der Schadensumfang genau ist und in welchem Ausmaß durch den Angriff möglicherweise personenbezogene Daten kompromittiert wurden, kann das Institut den Angaben nach bisher aber noch nicht einschätzen.
In der Mitteilung heißt es lediglich, eine unzulässige Offenlegung solcher Daten gegenüber Dritten könne nicht ausgeschlossen werden. Allerdings verarbeite das Fraunhofer IAO personenbezogene Forschungsdaten ohnehin nur in einer Form, die keine direkten Rückschlüsse auf natürliche Personen erlaube. Dennoch lasse sich nicht mit Gewissheit ausschließen, dass einzelnen Betroffenen "Nachteile aus einer ungewollten Veröffentlichung entstehen könnten" .
Behörden und Partner sind informiert
Das Fraunhofer IAO versichert, es überwache die Entwicklung rund um die Ransomware-Attacke "engmaschig" . Zudem habe es einen Teil seiner Kooperationspartner, die verantwortlichen Sicherheits- und Polizeibehörden sowie das zuständige Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht umgehend über den Vorfall informiert. "Fraunhofer setzt alles daran, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen" , so das Institut.
In der Mitteilung wird zudem betont, dass es sich nach aktuellem Kenntnisstand um einen lokalen Vorfall handelt, der ausschließlich das Fraunhofer IAO betrifft. Bei diesem habe er jedoch "zu einer Beeinträchtigung bestimmter Systeme und Daten geführt" .
Wer genau hinter dem Cyberangriff steckt und ob eine Lösegeldforderung im Raum steht, ist unklar. Das Fraunhofer-Institut machte diesbezüglich keine Angaben und bisher scheint sich noch keine Ransomwaregruppe zu dem Angriff bekannt zu haben. Auch genaue Informationen darüber, ob und in welchem Umfang Daten verschlüsselt wurden, sind in der Mitteilung nicht zu finden. Als genaues Angriffsdatum wird der 27. Dezember 2024 genannt.



