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Ransomware-Boss gesucht: Dieser Mann soll der Anführer von Black Basta sein

Interpol, Europol und das BKA fahnden nach dem Boss der Ransomware -Gruppe Black Basta, die allein in Deutschland über 100 Organisationen geschädigt hat.
/ Marc Stöckel
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Die Polizei fahndet nach dem Anführer von Black Basta. (Bild: pixabay.com / TechLine)
Die Polizei fahndet nach dem Anführer von Black Basta. Bild: pixabay.com / TechLine

Strafverfolgern ist es offenbar gelungen, den Kopf der berüchtigten Ransomwaregruppe Black Basta zu identifizieren. Laut einer Mitteilung des BKA(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich wohl um einen russischen Staatsbürger namens Oleg Evgenyevich Nefedov, der unter den Pseudonymen ᐸtrampᐳ, ᐸtrᐳ, ᐸggᐳ, ᐸAAᐳ, ᐸkurvaᐳ, ᐸWashingt0nᐳ und ᐸS.Jimmiᐳ bekannt sein soll. Fotos des gesuchten Mannes sind auf einer Fahndungsseite des BKA(öffnet im neuen Fenster) zu sehen.

Nefedov wird verdächtigt, die Black-Basta-Ransomware entwickelt und die gleichnamige Hackergruppierung angeführt zu haben. Er habe etwa Angriffsziele bestimmt, Mitarbeiter rekrutiert, Aufgaben verteilt, sich an Lösegeldverhandlungen beteiligt und die Erträge der Gruppe verwaltet und davon die Mitglieder bezahlt, heißt es.

Zudem konnte Nefedov mit der Ransomware-Gruppierung Conti in Verbindung gebracht werden, die er ebenfalls als Geschäftspartner unterstützt haben soll.

Zusammen mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat das BKA nun einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen erwirkt. Auch Europol und Interpol fahnden nach ihm(öffnet im neuen Fenster) . Es wird angenommen, dass sich Nefedov in Russland aufhält, sein genauer Aufenthaltsort ist allerdings unbekannt.

Durchsuchungen in der Ukraine

Neben der Identifizierung von Nefedov gab es bei den Ermittlungen zu Black Basta aber noch weitere Fortschritte. Laut BKA wurden in der Ukraine kürzlich die Wohnräume von zwei Verdächtigen durchsucht, die die Ransomwaregruppe durch Hash-Cracking unterstützt haben sollen. Sie versuchten also Passwörter zu knacken, um Zugriffe auf die IT-Systeme der Angriffsopfer zu ermöglichen.

Black Basta gilt als eine der aktivsten Ransomwaregruppen der letzten Jahre. Zwischen März 2022 und Februar 2025 soll die Gruppe allein in Deutschland mehr als 100 Unternehmen und Institutionen erpresst haben. Hinzu kommen rund 600 weitere geschädigte Organisationen aus anderen Ländern.

Nach Angaben des BKA zählten neben Unternehmen auch Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen zu den Angriffszielen von Black Basta. Bekannte Opfer der Gruppe sind unter anderem Hyundai , Lambertz , die Deutsche Presse-Agentur und Sixt . Die Gruppe soll durch ihre Aktivitäten Einnahmen in neunstelliger Höhe erzielt haben, von denen wohl über 20 Millionen Euro allein von Opfern aus Deutschland stammen.


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