Range Extender: Mazda wankelt wieder
Mazda tut es BMW gleich und will künftig Elektroautos mit einem Gegenmittel zur Reichweitenangst ausstatten. Ein kleiner Benzinmotor soll bei fast leerem Akku einspringen und die Reichweite erhöhen. Daher auch der englische Begriff Range Extender. Bei Mazda soll allerdings ein Wankelmotor(öffnet im neuen Fenster) ohne klassische Zylinder zum Einsatz kommen. Das Unternehmen ist überzeugt, dass die geräuscharme Rotationstechnologie ideal für den Einsatz im elektrifizierten Antriebsstrang ist. Anfang des Jahres gab es dazu schon Gerüchte.

Nach einem Bericht von Reuters(öffnet im neuen Fenster) antwortete Mazdas Motorenchef Mitsuo Hitomi auf die Frage, warum Mazda einen Wankelmotor als Range Extender einsetzen wolle, dass dieser zwar nicht besonders effizient arbeite, aber er viel leiser sei als Range Extender anderer Hersteller. Das scheint Mazda wichtig zu sein. In Elektroautos ist neben Wind- und Abrollgeräuschen nichts zu hören.
Mazda hat viel Erfahrung mit Wankelmotoren, die die meisten anderen Hersteller nicht einsetzen. Das erste Fahrzeug des japanischen Herstellers mit diesem Konstruktionsprinzip von Felix Wankel war der Cosmo Grand Tourer, der auf der Tokyo Motor Show im Jahr 1963 gezeigt und erst im Jahr 1967 produziert wurde. Das Unternehmen entwickelte mit Hilfe der deutschen Firma NSU Motorenwerke(öffnet im neuen Fenster) einen Wankelmotor. Mazda setzte den Motor zuletzt im Sportcoupé RX-8 ein. Als dessen Produktion eingestellt wurde, kam kein Nachfolgemodell mehr auf den Markt. Aktuell sind die einzigen Mazdas mit Wankelmotor die Rennwagen des amerikanischen Pro Mazda Championship.
Wann Mazdas Elektroautos auf den Markt kommen, ist bisher nicht bekannt. Die meisten Volumenhersteller planen, ab etwa 2022 bis 2025 ihre Modellpalette entsprechend zu erweitern.
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