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Range Extender: Mazda wankelt sich in die Elektromobilität

Mazda will nur langsam in die Elektromobilität einsteigen und plant für 2020 ein Elektroauto mit Verbrennungsmotor, der den Akku bei Bedarf wieder auflädt. Beim Motor setzt Mazda auf den Wankelmotor, den es früher auch in Sportwagen einbaute.
/ Andreas Donath
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Wankelmotor (Bild: Surreal Name Given/Flickr)
Wankelmotor Bild: Surreal Name Given/Flickr / CC-BY 2.0

Mazda will ein Elektroauto mit Wankelmotor als Range-Extender auf den Markt bringen. 2020 soll das Fahrzeug erhältlich sein, wie das japanische Unternehmen mitteilte ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ). Die Pläne waren schon vorab im vergangenen Jahr durchgesickert , eine offizielle Bestätigung gab es aber erst jetzt.

Neben dem E-Fahrzeug mit Range-Extender soll den Angaben zufolge außerdem ein reines Elektroauto angeboten werden. Mazda tut es damit BMW gleich und will ein Gegenmittel zur Reichweitenangst anbieten. Der kleine Benziner soll bei fast leerem Akku einspringen und die Reichweite erhöhen. Daher auch der englische Begriff Range Extender. Bei Mazda soll allerdings ein Wankelmotor ohne klassische Zylinder zum Einsatz kommen. Das Unternehmen ist überzeugt, dass die geräuscharme Rotationstechnologie ideal für den Einsatz im elektrifizierten Antriebsstrang ist. Ein weitere Vorteil soll die Laufruhe fast ohne Vibrationen sein.

Mazda und der Wankelmotor
Mazda und der Wankelmotor (00:40)

Mazda hat viel Erfahrung mit Wankelmotoren, die die meisten anderen Hersteller nicht einsetzen. Das erste Fahrzeug des japanischen Herstellers mit diesem Konstruktionsprinzip von Felix Wankel war der Cosmo Grand Tourer. Er wurde auf der Tokyo Motor Show im Jahr 1963 gezeigt und erst im Jahr 1967 produziert. Das Unternehmen entwickelte mit Hilfe der deutschen Firma NSU Motorenwerke(öffnet im neuen Fenster) einen Wankelmotor. Mazda setzte den Motor zuletzt im Sportcoupé RX-8 ein. Als dessen Produktion eingestellt wurde, kam kein Nachfolgemodell mehr auf den Markt. Aktuell sind die einzigen Mazdas mit Wankelmotor die Rennwagen des amerikanischen Pro Mazda Championship.

Der Wankelmotor könnte auch mit Flüssiggas betrieben werden und laut einer Patentanmeldung Mazdas(öffnet im neuen Fenster) zudem als Stromquelle für externe Anwendungen dienen - das Auto als Notstromaggregat. In von Naturkatastrophen geplagten Gebieten ist das sicherlich keine schlechte Überlegung.

Was die Fahrzeuge kosten werden oder wie sie aussehen, verriet Mazda noch nicht.


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