Randstad: Deutlich höhere Gehälter für Beschäftigte mit KI-Skills
Beschäftigte mit KI-Kompetenz können in Deutschland deutlich besser verdienen als ohne diese Skills. Das ergab eine Auswertung von Millionen Stellenanzeigen durch die Zeitarbeitsfirma Randstad, die am 3. Juli 2026 vorgelegt wurde(öffnet im neuen Fenster). Während Softwareingenieuren ohne KI-Skills im ersten Job ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von etwa 50.000 Euro erwartet, sind es rund 60.000 Euro für diejenigen mit KI-Skills.
Ein ähnliches Bild zeigt sich für Berufe wie Finanzanalysten (51.500 Euro vs. 64.000 Euro) und im Kundenservice (30.000 vs. 37.000 Euro).
Robert Bhuiyan, Geschäftsführer Randstad Professional Deutschland, sagte: "Im europäischen Vergleich zeigt sich zudem, dass deutsche Gehälter vor allem mit Blick auf KI-Skills sehr wettbewerbsfähig sind." Das gelte auch für Jobprofile, deren Aufgabe die Implementierung von und die Arbeit mit KI sei. Prompt-Ingenieurinnen zum Beispiel verdienen im europäischen Vergleich am besten hierzulande (rund 83.000 Euro) – nur im Vereinigten Königreich erhalten sie mit 85.800 Euro eine höhere Vergütung.
High-Level-Experten in der KI sehr schwer zu finden
Positionen etwa für KI-Architektinnen werden in Deutschland jedoch im Durchschnitt erst nach 69 Tagen besetzt. Im Ländervergleich dauert es nur in Japan länger (71 Tage), in Belgien und den Niederlanden lassen sich für einschlägige Stellen in weniger als der Hälfte der Zeit (31 beziehungsweise 32 Tage) passende Kandidaten finden. Auch Machine-Learning-Ingenieure werden hierzulande länger gesucht (56 Tage) als beispielsweise in Belgien (40 Tage) oder in den Niederlanden (46 Tage).
"Der Arbeitskräftemangel ist auch im KI-Bereich präsent – und verursacht nicht nur Verzögerungen bei KI-Projekten", meint Bhuiyan. "Es ist zwar richtig, dass viele der Berufsfelder, die mit KI zu tun haben, relativ neu sind. " Doch daraus ergebe sich eine Chance für Firmen und Verwaltung, die eigenen Beschäftigten in künstlicher Intelligenz weiterzubilden und den Aufbau interner KI-Kompetenzen langfristig zu erhöhen.
Die Studie basiert auf einer quantitativen Analyse von mehr als 35 Millionen Stellenanzeigen weltweit im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. März 2026 für elf Länder. Die vom Randstad durchgeführte Analyse stützt sich auf Daten von Linkedin, dem Marktanalyseunternehmen Lightcast und internen Quellen von Randstad für Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, die Niederlande, Spanien, Großbritannien und die USA.
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