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RAN: Vodafone testet Mobilfunkmasten mit Roboterarm

Mit einem KI-gesteuerten Roboterarm will Vodafone Antennen an Mobilfunkmasten rasch neu ausrichten. Damit soll auf schwankende Auslastungen und Wetterlagen reagiert werden.
/ Achim Sawall
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In Tirana: Vodafone spart mit einem Roboterarm ein zweites Antennenelement. (Bild: Vodafone)
In Tirana: Vodafone spart mit einem Roboterarm ein zweites Antennenelement. Bild: Vodafone

Vodafone testet einen Mobilfunkmast mit Roboterarm und will damit Mobilfunkantennen sparen. Wie der Mobilfunkbetreiber am 21. Juli 2026 bekanntgegeben hat, könne der Roboterarm die Funkantennen am Mast innerhalb kurzer Zeit neu ausrichten, um auf schwierige Wetterverhältnisse oder die Auslastung in einer Mobilfunkzelle zu reagieren.

Mithilfe eines von Vodafone-Ingenieuren entwickelten Algorithmus steuert die KI den Roboterarm des südkoreanischen Unternehmens Humax Networks. Der Arm ist nahe der Mobilfunkantennen angebracht und dreht oder neigt diese.

Sonst klettern Techniker auf einen Mobilfunkmast, um die dortigen Antennen händisch zu justieren, ein Vorgang, der von der Planung bis zur Umsetzung laut Vodafone oft Tage dauere. Der Einbau einer zusätzlichen Antenne zieht sich noch länger hin: Behördliche Genehmigungen und Vereinbarungen mit Standorteigentümern müssen vorliegen, Straßensperrungen für schweres Gerät eingerichtet werden, geeignete Wetterbedingungen müssen vorherrschen.

Noch in Tirana, Tests auch in Deutschland geplant

Fabrizio Rocchio, Netz- und Technik-Chef bei Vodafone Deutschland, sagte: "Das Zusammenspiel aus KI und Roboter-Technik ist ein frühes Beispiel dafür, wie sich die Netzqualität zukünftig weiter optimieren lässt."

Ähnliche Installationen sollen in den kommenden Monaten folgen. Einige davon bewegen nur kleine Komponenten im Inneren der Antenne, um Energie zu sparen und die Technik zu schonen. Bereits im vergangenen Jahr hat Vodafone damit begonnen, satellitengestützte Sensoren in Mobilfunkantennen einzuführen. Per GPS lässt sich so aus der Ferne prüfen, ob Antennen korrekt ausgerichtet sind.

Den KI-Roboterarm erprobt Vodafone derzeit an einem Mobilfunkstandort in Tirana in Albanien mit Blick auf ein belebtes Einkaufszentrum. Tagsüber versorgt die Antenne die Menschen beim Einkaufen. Nachts verlagert sie die Abdeckung automatisch in ein nahegelegenes Wohngebiet. Vodafone prüft derzeit, wo sich die Technik in Deutschland versuchsweise einsetzen lässt.

Vodafone Albania ist der Marktführer im albanischen Mobilfunkmarkt und nutzt das Land für den Mutterkonzern als Testfeld.


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