Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Rambo: Granatwerfer aus dem 3D-Drucker

Das US-Militär hat mit Rambo einen 3D -gedruckten Granatwerfer entwickelt. Die zugrundeliegende Technik ermöglicht es, Prototypen in wenigen Tagen statt in Wochen zu bauen.
/ Andreas Donath
43 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
3D-gedruckter Granatwerfer Rambo (Bild: US Army Acquisition Support Center)
3D-gedruckter Granatwerfer Rambo Bild: US Army Acquisition Support Center

Rambo (Rapid Additively Manufactured Ballistics Ordnance) ist ein auf Basis der Anbauwaffe M203 entwickelter Granatwerfer, der bis auf Federn und Anbauteile mit dem 3D-Drucker produziert wird. Das schließt auch die Granaten ein.

Der Granatwerfer besteht aus 50 Einzelteilen, die zum Großteil durch einen additiven Herstellungsprozess(öffnet im neuen Fenster) entwickelt wurden. Die additive Fertigung - üblicherweise als 3D-Druck bezeichnet, beschreibt ein Verfahren, bei dem Materialschichten übereinandergedruckt werden, um ein 3D-Objekt zu erzeugen. Bei dem hier genutzten Kunststoffmaterialien handelt es sich um Photopolymerharze(öffnet im neuen Fenster) . Auch Zahnärzte verwenden für Kunststofffüllungen solche Materialien.

Einige Bauteile von Rambo(öffnet im neuen Fenster) - etwa der Lauf, der Abzug sowie der Schlagbolzen und das Verschlussgehäuse - wurden aus härteren Materialien wie Aluminium und Stahl gefertigt. Bei einer Testserie konnten mit Rambo 15 Schuss abgefeuert werden, ohne dass sich danach Materialschäden feststellen ließen. Die Munition selbst wurde ebenfalls mit dem 3D-Drucker erzeugt, wobei es sich um Übungsmunition M781 40mm(öffnet im neuen Fenster) ohne Explosivmaterialien handelte.

Mit Granatwerfern dieses Typs kann der Schütze Granaten im Einzelschuss abfeuern. Der Einsatz der Produktionstechnik könnte erhebliche Auswirkungen auf die Waffenentwicklung haben, da so Prototypen in wenigen Tagen statt Monaten gebaut werden könnten.


Relevante Themen