RAM- und SSD-Hersteller: OCZ ist pleite

Der Riskikokapitalgeber Hercules Technology Growth Capital hat die Kontrolle über die Mittel von OCZ übernommen, da OCZ seit längerem die Bedingungen eines zwischen den Unternehmen laufenden Kreditvertrages nicht einhält. Infolgedessen hat Hercules sämtliche Gelder von OCZ eingezogen, und OCZ ist pleite.
Derzeit liegt OCZ ein Angebot von Toshiba vor, das alle Vermögensgegenstände des Unternehmens übernehmen will, nicht aber das Unternehmen an sich. OCZ geht nach Verhandlungen mit Toshiba davon aus, dass es zu diesem Ausverkauf kommen wird. Direkt im Anschluss will das Unternehmen Konkurs beantragen. Sollte die Transaktion noch scheitern, würde der Konkursantrag sofort gestellt.
OCZ war 2012 wegen falsch verbuchter Rabatte und Rückvergütungen in Bedrängnis geraten , konnte lange Zeit keine Bilanzen vorlegen. Erst am 15. Oktober 2013 konnte es wieder Quartalszahlen veröffentlichen und wies einen deutlichen Umsatzrückgang aus. Zudem wurde bekannt, dass sich OCZ rund 13 Millionen US-Dollar leihen musste, um sein Geschäft fortzuführen, denn trotz der Schwierigkeiten entwickelte es weiterhin neue Produkte und brachte sie auf den Markt.
Nachtrag vom 28. November 2013, 17:30 Uhr
Auch während der Insolvenzphase will OCZ alle Garantieansprüche weiter erfüllen. Dies bestätigte das Unternehmen auf Anfrage von Golem.de. Kunden sollen sich über die Supportseiten an(öffnet im neuen Fenster) OCZ wenden oder die weiterhin gepflegten Supportforen(öffnet im neuen Fenster) aufsuchen.