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RAM, SSD und Flash: Über 300 GB Speicherbedarf für autonome Fahrzeuge erwartet

Bei der Vorstellung der Quartalszahlen gibt der Micron -Chef Sanjay Mehrotra einen Ausblick auf den zu erwartenden Speicherbedarf.
/ Mike Faust
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Micron-CEO Sanjay Mehrotra erwartet eine weiterhin hohe Speichernachfrage. (Bild: MANDEL NGAN/AFP via Getty Images)
Micron-CEO Sanjay Mehrotra erwartet eine weiterhin hohe Speichernachfrage. Bild: MANDEL NGAN/AFP via Getty Images

Der Speicherhersteller Micron hat am 18. März 2026 seine Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgestellt und ein Umsatzplus in Höhe von 10,3 Milliarden US-Dollar gegenüber dem ersten Quartal bekanntgegeben. In einer Präsentation lieferte CEO Sanjay Mehrotra zudem einen Ausblick(öffnet im neuen Fenster) auf die erwartete Entwicklung des Speichermarkts und die daraus resultierenden Erwartungen für das Unternehmen.

Die guten Ergebnisse sind laut Mehrotra auf die KI-bedingt gestiegene Steigerung der Speichernachfrage und auf strukturelle Lieferengpässe zurückzuführen. Statt langfristiger Verträge schließe man nun strategische Kundenvereinbarungen ab, die durch konkrete Verpflichtungen über mehrere Jahre hinweg zur Stabilität des Micron-Geschäfts beitragen würden, heißt es weiter.

Die Bemühungen des Unternehmens, neue Fertigungsprozesse in Betrieb zu nehmen, sollen noch im Jahr 2026 abgeschlossen sein und zu einer Produktionssteigerung um 20 Prozent beitragen, so Mehrotra.

Autonomes Fahren und Robotik bestimmen den zukünftigen Markt

Auf dem PC- und Smartphone-Markt rechne Mehrotra aufgrund der Speicherengpässe mit einem Rückgang der Auslieferungen, sehe aber ein langfristiges Aufstiegspotenzial in diesen Geräteklassen. Dieses werde dadurch ausgelöst, dass der Wert von On-Device-KI, also der lokalen Verarbeitung von Daten durch KI auf dem Gerät, erkannt und dementsprechend der Speicherbedarf für derartige Geräte gesteigert werde, so der Micron-CEO.

Mehrotra zeigte sich zudem überzeugt, dass mit der Einführung von Fahrzeugen mit Autonomie-Level 4 , die in einem festgelegten Gebiet selbstständig fahren können, der Bedarf an Speicher in Autos von 16 auf über 300 Gigabyte ansteigen wird.

Eine ähnliche Entwicklung sieht er bei der Entwicklung der Robotik. Roboter bräuchten eine Computerplattform, die mit der eines High-End-Automobils mit Autonomie-Level 4 vergleichbar sei, so Mehrotra, was weitere 300 Gigabyte Speicherbedarf bedeute. Hinzu kämen SSD-Speicher und Flash-Speicher mit hoher Bandbreite (HBM).


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