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RAM sei Dank: 2026 ist das denkbar schlechteste Jahr für den Hardwareeinkauf

Xbox, Macbooks, Smartphones und RAM werden fast im Monatstakt teurer, und RAM-Hersteller füllen sich die Taschen. Klingt doch fair, oder?
/ Oliver Nickel
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Die Hardwarekosten können wir uns am besten auch sparen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Die Hardwarekosten können wir uns am besten auch sparen. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de / Pixabay-Inhaltslizenz
Inhalt
  1. RAM sei Dank: 2026 ist das denkbar schlechteste Jahr für den Hardwareeinkauf
  2. Gebrauchtmarkt oder Aktienmarkt?

Das Jahr 2026 entwickelt sich für Tech-Enthusiasten zu einem echten Desaster. Große Marken heben die Preise für Produkte merklich an oder bieten alte Hardware für mehr Geld an. All das haben wir dem Hype um KI und den damit einhergehenden enormen Komponentenkosten zu verdanken.

Wollen wir uns etwa nach einem neuen Laptop umschauen, wird es schnell teuer. Microsoft hat wegen der hohen RAM-Preise etwa einen Surface Laptop mit 8 GByte RAM im Angebot, der mehr kostet als das Vorgängermodell mit 16 GByte RAM. Noch besser: US-Kunden erhalten ein "neues" Surface Pro mit dem gleichen zwei Jahre alten Qualcomm-Chip. Das einzig Neue ist der höhere Preis.

Gleichzeitig verrät Microsoft das eigene Narrativ, 16 GByte RAM seien für KI-Anwendungen und für die beste Leistung in Windows 11 Pflicht. Noch 2024 hatte der Konzern sogar Dritthersteller dazu aufgefordert, ihre PCs ebenfalls mit entsprechend viel Arbeitsspeicher auszustatten.

Auch Dell bietet ein neues XPS 13 mit 8 GByte RAM an, das statt der zuvor erhofften 800 bis 900 Euro nun doch mindestens 1.050 Euro kostet. Dabei hätte der Laptop eine so großartige Alternative zu Apples Macbook Neo werden können.

Denn bei Apple gibt es ironischerweise noch halbwegs günstige Hardware. Aber: Mittlerweile hat auch Apple die Preise für mehrere Macs, iPhones, iPads und mehr angehoben. Wohlgemerkt ist das schon die zweite Preiserhöhung in kurzer Zeit. Dieses Mal steht aber auch das Macbook Neo auf der Liste, das mit einem neuen UVP von 800 Euro auf einmal wesentlich unattraktiver wirkt.

Eigenbau-PC als Geldloch

Macht nichts, wir können unser Geld sicher auch in einen Desktop-PC oder eine Spielekonsole investieren, oder? Die enormen Preise für RAM und Flash-Speicher generell verderben uns aber auch hier den Spaß. Beim PC-Eigenbau müssen wir etwa 250 Euro für 16 und sogar mehr als 400 Euro für 32 GByte DDR5-RAM einplanen. Auch SSDs sind seit Anfang des Jahres stetig im Preis gestiegen. Kostete die vergleichsweise günstige Kingston NV3 Anfang 2026 etwa noch 100 Euro, liegt ihr Preis bei mittlerweile 140 Euro.

Xbox Series X und S – Fazit
Xbox Series X und S – Fazit (02:38)

Dabei müssen wir obendrein mit den absurden Preisen für Grafikkarten leben, die seit den bekannten Wucherpreisen während der Coronapandemie stabil hoch sind. So bezahlen wir gut und gerne mehr als 300 Euro für mittlerweile weit mehr als zwei Jahre alte Grafikkarten (wir schauen auf euch, Geforce RTX 5060 Ti und Radeon RX 9060 XT), die aktuelle Spiele geradeso in Full-HD-Auflösung berechnen können. Für wirkliches High-End wie eine Geforce RTX 5080 geben wir wesentlich mehr als 1.000 Euro aus.

Die Geforce RTX 5090 und sogar die ältere RTX 4090 sind mit ihren Preisen auf dem Mond gelandet. Und das Beste ist, dass Neuankündigungen für Grafikkarten wahrscheinlich erst 2027 folgen. Bis dahin können wir uns mit jahrealten Restposten begnügen.

Xbox kaufen? Das macht dann 100 Euro mehr

Alternativ können wir auch eine der aktuellen Spielekonsolen kaufen. Aber auch hier gibt es schlechte Nachrichten, denn Sony, Nintendo und Microsoft haben die Preise für ihre Spielekonsolen 2026 natürlich ebenfalls angehoben.

Microsoft kündigte erst vor Kurzem Preiserhöhungen für die ohnehin sehr teure Xbox Series X von weiteren 100 bis 150 US-Dollar an. Nintendo wird im September auch noch einmal am Preis der Switch 2 schrauben. Valve musste die eigene Steam Machine ebenfalls zu sehr unattraktiven Preisen von 1.050 Euro vorstellen. Selbst Eigenbau-PCs kosten hier oft weniger Geld.

In all unserem Ärger bleiben uns deshalb nur wenige Auswege.


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