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Gebrauchtmarkt oder Aktienmarkt?

Wer im Jahr 2026 neue Hardware kaufen möchte, sollte sich damit wahrscheinlich entweder beeilen oder darauf verzichten. Denn schon jetzt ist klar, dass sich Preise für RAM und Komponenten auch im kommenden Jahr nicht erholen werden.

Eine Möglichkeit ist deshalb, auf den Gebrauchtmarkt zu schauen. Gerade Refurbished-Macbooks oder ältere Windows-Laptops können zu weit besseren Preisen erworben werden, wenn wir nicht unbedingt die aktuelle Generation an CPUs und GPUs benötigen. Gleiches gilt für gebrauchte Spielekonsolen und Desktop-PCs. Oft sind trotz der aktuellen Marktlage auf Auktionsplattformen und Kleinanzeigenportalen gute Angebote zu finden.

Große RAM-Hersteller wie Micron, SK Hynix und Samsung sitzen in all dem Chaos natürlich direkt an der Quelle. Entsprechend schießen ihre Aktienwerte teilweise sporadisch und für Außenstehende nicht nachvollziehbar in die Höhe. Wir können unser Geld für neue Hardware also auch sparen und in einen der großen Hersteller investieren.

RAM-Hersteller florieren mit Monstergewinnen

Das birgt auch ein Risiko, keine Frage. So wie es aktuell für das kommende Jahr aussieht, werden die drei großen RAM-Hersteller weiter zulegen. Schließlich waren sie schon zu Anfang des Jahres teils komplett ausgebucht. Entsprechend konnte SK Hynix etwa den eigenen Marktwert um 280 Prozent steigern. Bei Micron sind es 325 Prozent, bei Samsung 69 Prozent.

Der Konsolen-PC – Fazit
Der Konsolen-PC – Fazit (02:13)

Mit möglichen Gewinnen aus diesen absurd aufgeblähten Aktienwerten könnten wir unsere Wunsch-Hardware finanzieren. Denn eines ist sicher: Bevor Großkonzerne ihre Gewinne schmälern, um Preise für Kunden möglichst bezahlbar zu halten, wird wohl eher die KI-Blase platzen.

Wer dieses Risiko nicht tragen will, kann das eigene Geld auch einfach anlegen. Die aktuelle Marktlage treibt Zinsen für Sparer wieder nach oben. Legen wir 4.000 Euro auf einem Konto mit aktuell von der EZB ausgegebenen 2,25 Prozent Zinsen an, haben wir immerhin GTA 6 bezahlt – sogar die 100 Euro teure Ultimate-Variante.

Fehlt nur noch eine Spielekonsole zum Wucherpreis – Mist.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)


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