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RAM-Krise: Framework macht Produkte teurer

Der Framework Desktop kostet mittlerweile bis zu 420 Euro mehr. Auch optionale SSDs wurden im Preis erhöht. Die RAM-Krise ist schuld.
/ Oliver Nickel
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Der Framework Desktop wird merklich teurer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der Framework Desktop wird merklich teurer. Bild: Oliver Nickel/Golem.de

Der PC-Hersteller Framework verkauft mit dem Framework Desktop (Test) auch ein System mit AMD Ryzen Max und auf dem Mainboard integriertem Arbeitsspeicher. Die Preise(öffnet im neuen Fenster) für das Hauptmodul musste der Hersteller mittlerweile erhöhen. Der wichtigste Grund sind die durch Lieferengpässe gestiegenen RAM-Preise .

Die günstigste und die mittlere Konfiguration sind durch die Speicherkrise wohl am wenigsten betroffen. In den USA werden dafür noch 40 US-Dollar mehr verlangt. Im deutschen Onlinestore können Kunden einen Desktop mit 32 oder 64 GByte integriertem LPDDR5x-RAM für 1.300 und 1.880 Euro kaufen. Das sind 20 Euro mehr als noch zum Release.

Bei der maximalen Konfiguration mit 128 GByte Arbeitsspeicher hat aber auch Framework merklich angepasst. Hier verlangt der Hersteller mindestens 2.770 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 420 Euro. Dabei hat sich die Leistung nicht verändert. Ein System mit 128 GByte RAM benötigt aber entsprechend viele Speicherbausteine – ein aktuell teures Gut.

SSDs ebenfalls teurer

Die Preissteigerungen hören da aber nicht auf. Auch passende SSDs kosten bei Framework aktuell mehr Geld. Verkaufte der Hersteller etwa eine WD Black SB7100 mit 500 GByte Speicher für 80 Euro mehr, sind es mittlerweile 90 Euro. Auch hier gilt: Je mehr Kapazität die SSD unterstützt, desto höher der Preisunterschied. Eine WD Black SN850X mit 8 TByte Speicher kostet mittlerweile 1.000 Euro. Die lag bei Veröffentlichung noch bei 815 Euro.

Die RAM-Krise beeinflusst also nicht nur Arbeitsspeicher, sondern auch Massenspeicher. Beide Bauteile verwenden auf Flashzellen basierenden Speicher – werden also in Teilen oft bei den gleichen Unternehmen wie Samsung, SK Hynix, Micron und Co. hergestellt. Die sind aktuell komplett ausgelastet. Micron ging im Jahr 2025 sogar bereits davon aus, dass die Krise bis Ende 2026 anhalten wird. Das wird teuer.


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