RAM: Framework hebt wegen Speicherkrise Preise an

Der Computerhersteller Framework hat angekündigt, die Preise der Arbeitsspeicheroptionen seiner DIY-Kits um 50 Prozent anzuheben. Grund dafür sind die stark gestiegenen Preise für RAM auf dem Weltmarkt. Der Hersteller wird eigenen Angaben zufolge(öffnet im neuen Fenster) die Preise von bereits getätigten Vorbestellungen allerdings nicht anheben.
Auch die Preise der Pre-Builts bleiben vorerst stabil – betroffen ist nur die Speicherauswahl bei den DIY-Kits, bei denen Nutzer sich die Komponenten ihres Laptops selbst zusammenstellen können. Außerdem wird es weiterhin möglich sein, DIY-Notebooks ohne RAM zu kaufen, so dass Nutzer bereits vorhandene Sticks verwenden können.
Arbeitsspeicher ist in den vergangenen Monaten weltweit stark im Preis gestiegen. Grund ist, dass Rechenzentren mit KI-Servern Unmengen an Speicher verwenden. Framework zufolge benötigt ein einzelnes Rack mit Nvidias GB300(öffnet im neuen Fenster) 17 TByte an LPDDR5X-Arbeitsspeicher. Diese Menge würde für 1.000 Laptops ausreichen. In KI-Datenzentren stehen zahlreiche KI-Server.
Preise für Arbeitsspeicher bleiben unvorhersehbar
Framework erklärte, dass die Preisentwicklung auf dem Speichermarkt aktuell kaum vorhersehbar und sehr volatil sei. Daher schließt das Unternehmen weitere Preisanpassungen bei den RAM-Modulen nicht aus. Dabei will man allerdings drei Punkte beachten.
Grundsätzlich soll mit der Preispolitik transparent umgegangen werden. Das schließt eine rechtzeitige Benachrichtigung samt Erklärung mit ein. Außerdem sollen die Preiserhöhungen nicht dazu dienen, sich zu bereichern. Sollten die Preise für Arbeitsspeicher wieder sinken, will Framework mit den Preisen ebenfalls wieder heruntergehen.
Framework ist nicht der einzige PC-Hersteller, der die Preise aufgrund der RAM-Bausteine anheben muss. Auch Dell und Lenovo haben dies angekündigt, HP, LG und Samsung wollen die Preisstrategie für 2026 ebenfalls überprüfen.



