Abo
  • Services:

Ralph H. Baer: "Vater der Videospiele" im Alter von 92 Jahren gestorben

Er hat die erste Konsole der Welt entwickelt und stand bis ins hohe Alter in regem Austausch mit der Spielebranche: Ralph H. Baer, der als "Vater der Videospiele" gilt. Jetzt ist der aus Deutschland stammende Erfinder im Alter von 92 Jahren gestorben.

Artikel veröffentlicht am ,
Ralph H. Baer in seinem Arbeitszimmer
Ralph H. Baer in seinem Arbeitszimmer (Bild: Ralph Baer Collection)

Eine unbeschwerte Jugend war Ralph H. Baer nicht vergönnt: Zwei Monate vor der Pogromnacht im November 1938 musste der 16-Jährige mit seiner Familie aus der Pfalz nach New York flüchten, weil er jüdisch war. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er von der US-Army in London stationiert. Bekannt ist Baer vor allem für die von ihm entwickelte Videospielkonsole Magnavox Odyssey. Er ist am 6. Dezember 2014 im Alter von 92 Jahren in Manchester (US-Staat New Hampshire) gestorben.

Stellenmarkt
  1. Hessischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts, Frankfurt am Main
  2. Mondi Halle GmbH, Halle/Westfalen

Der 1968 entwickelte Prototyp für die Videospielkonsole Magnavox Odyssey, Brown Box, gilt als erste Konsole überhaupt - das Gerät ist inzwischen im National Museum of American History des Smithsonian Instituts in Washington ausgestellt. Ein Nachbau ist im Computerspielemuseum Berlin zu sehen. Das 1972 in den USA veröffentlichte Magnavox Odyssey verfügt weder über Arbeitsspeicher noch über eine CPU, sondern verwendet Logikschaltungen mit 40 Transistoren und 40 Dioden. 1973 kam es auch in Deutschland auf den Markt. Das Gerät war eine der Blaupausen für spätere Konsolen etwa von Atari.

Die zweite große Erfindung von Baer ist das seit 1978 bis heute für rund 20 Euro im Handel erhältliche Elektronikspielzeug Simon; in Deutschland hieß es lange Senso. Bei dem Spiel müssen vier verschiedenfarbige Tasten in einer bestimmten Reihenfolge gedrückt werden. Diese wird vorher durch Töne angegeben. Simon war vor allem in den 80er Jahren beliebt und hat auf vielfältige Weise Eingang in die Popkultur gefunden.

Ralph H. Baer stand bis ins hohe Alter in engem Kontakt mit der Spielebranche, 2012 hat er etwa an einem Chat mit dem Computerspielemuseum Berlin teilgenommen. 2006 überreichte ihm der damalige Präsident George W. Bush die National Medal of Technology - die höchste Auszeichnung der USA in dieser Sparte. 2008 hat Baer im Rahmen der Game Developers's Choice Awards den Pioneer Award erhalten, seit 2010 ist er Mitglied der US-amerikanischen National Inventors Hall of Fame.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,99€ (erscheint am 10. April)
  2. (pay what you want ab 0,88€)
  3. 99,99€ (versandkostenfrei)
  4. (u. a. 32 GB 6,98€, 128 GB 23,58€)

irata 09. Dez 2014

Baumansicht ist bei mir immer aktiv. Zur Erinnerung: Erst hat "lgo" dir geantwortet...

derKlaus 08. Dez 2014

Schon komisch: Das war in den 80ern durchaus okay, dass ein Spiel auf den Screenshots...

mnementh 08. Dez 2014

Ich würde beide als wichtig einstufen. Bushnell hat den ersten Arkade-Automaten gebaut...


Folgen Sie uns
       


Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview

Der deutsche Pressesprecher von Huawei erklärt den Umgang mit Spionagevorwürfen.

Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview Video aufrufen
Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. EC2 G4 AWS nutzt Nvidias Tesla T4 für Inferencing-Cloud
  2. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX
  3. Geforce GTX 1660 Ti im Test Nvidia kann Turing auch günstig(er)

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  2. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet
  3. Studie Passwortmanager hinterlassen Passwörter im Arbeitsspeicher

Verschlüsselung: Die meisten Nutzer brauchen kein VPN
Verschlüsselung
Die meisten Nutzer brauchen kein VPN

VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Security Wireguard-VPN für MacOS erschienen
  2. Security Wireguard-VPN für iOS verfügbar
  3. Outline Digitalocean und Alphabet-Tochter bieten individuelles VPN

    •  /