• IT-Karriere:
  • Services:

Ralph Dommermuth: United-Internet-Gründer will gemeinsamen 5G-Netzausbau

Der auf Sparsamkeit bedachte Ralph Dommermuth will einen gemeinsamen 5G-Ausbau. Was volkswirtschaftlich sinnvoll wäre, wird von United Internet aus anderen Gründen gewollt.

Artikel veröffentlicht am ,
5G-Netz wächst in Berlin.
5G-Netz wächst in Berlin. (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

United-Internet-Gründer Ralph Dommermuth will sich möglichst schnell mit den drei führenden Mobilfunkbetreibern und der Bundesnetzagentur zusammensetzen, um den Ausbau eines deutschlandweiten 5G-Mobilfunknetzes zu diskutieren. Zwar hätten sich die drei großen Netzbetreiber "in letzter Zeit viel Mühe gegeben, uns als Neueinsteiger draußen zu halten", sagte Dommermuth dem Handelsblatt. "Aber wenn sich nun der Pulverdampf lichtet, werden alle Beteiligten sicher feststellen, dass man die vor uns liegenden Herausforderungen eines flächendeckenden 5G-Netzes nur gemeinsam wird lösen können."

Stellenmarkt
  1. QUNDIS GmbH, Erfurt
  2. SySS GmbH, Tübingen, Frankfurt am Main, München, Wien (Österreich)

Ende vergangener Woche hatte das Tochterunternehmen 1&1 Drillisch angekündigt, bei der für März angesetzten Versteigerung der neuen 5G-Frequenzen doch mitbieten zu wollen. Er dürfe zwar keine Aussage darüber treffen, wie hoch er gegen Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica mitbieten wolle, aber "natürlich werden wir nicht mit einem Messer zu einer Schießerei gehen", erklärte Dommermuth. 5G verspreche ein gutes Geschäft zu werden. "Da wollen wir dabei sein, auch wenn heute noch niemand genau weiß, was alles auf unsere Branche zukommen wird."

5G-Kooperationen sollen Geld sparen

Dass der Aktienkurs von United Internet unter den Netzausbauplänen leidet, nimmt er in Kauf: "Ich betreibe das Geschäft nun seit 31 Jahren und habe meinen Aktionären nie etwas anderes versprochen als gesunde Langfristigkeit", sagte Dommermuth. "Wir haben jetzt eine reelle Chance, große Entwicklungen anzustoßen und die Zukunft unseres Unternehmens aktiv zu gestalten." Am Ende werde sich das auch für die Aktionäre auszahlen.

Dabei setzt Dommermuth auf Kooperation: "Die Regulierungsbedingungen sehen ausdrücklich vor, dass die Netzbetreiber koordiniert bauen können. Es ergibt keinen Sinn, wenn wir nur auf wenige Dächer Antennen stellen, dann aber gleich vier." Es bringe mehr, quasi auf jedes Dach eine Antenne zu stellen. "So können wir erstmals eine flächendeckende 5G-Versorgung für die Bevölkerung sicherstellen", erklärte Dommermuth.

Volkswirtschaftlich und aus Gründen des Umweltschutzes wäre es sicher sinnvoll, das 5G-Netz gemeinsam aufzubauen. Doch Dommermuth will einfach Geld sparen: Der chinesische Telekommunikationsausrüster ZTE verhandelt nach einem früheren Bericht mit United Internet über einen möglichen Großauftrag. Es wurde der Plan diskutiert, ZTE den Aufbau eines 5G-Netzes übernehmen zu lassen. United Internet würde anschließend die Infrastruktur leasen. Der Plan würde es dem Unternehmen ermöglichen, ein Netz zu nutzen, ohne selbst die vollen Risiken des Ausbaus tragen zu müssen. "1&1 Drillisch hat mit allen namhaften Netzausstattern gesprochen", sagte ein Unternehmenssprecher. Mit zwei Anbietern seien die Verhandlungen weitestgehend abgeschlossen. Einer der Anbieter komme aus China.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,49€
  2. (-35%) 25,99€
  3. (-40%) 23,99€

/mecki78 31. Jan 2019

Womit dann jeder das gleiche Netz von der gleichen Gesellschaft angemietet hat. Also...

jake 30. Jan 2019

wenn dommermuth jetzt den white knight für umwelt und netzabdeckung gibt, muss ich auch...

chartmix 30. Jan 2019

Also bei null fängt 1&1 nicht an. Einerseits haben sie von Versatel ein ordentliches...

|=H 30. Jan 2019

In Bereichen in denen es sich nicht lohnt lohnt es sich nicht. Wenn da nur 10 Bauern...

|=H 30. Jan 2019

Meine Fritzbox von 1&1 läuft seit 2012 ohne Mucken.


Folgen Sie uns
       


Galaxy Fold im Test

Das Galaxy Fold ist Samsungs erstes Smartphone mit faltbarem Display. Die Technologie ist spannend, im Alltag nervt uns das ständige Auf- und Zuklappen aber etwas.

Galaxy Fold im Test Video aufrufen
Schräges von der CES 2020: Die Connected-Kartoffel
Schräges von der CES 2020
Die Connected-Kartoffel

CES 2020 Wer geglaubt hat, er hätte schon alles gesehen, musste sich auch dieses Jahr auf der CES eines Besseren belehren lassen. Wir haben uns die Zukunft der Kartoffel angesehen: Sie ist smart.
Ein Bericht von Martin Wolf

  1. Smart Lock Netatmo und Yale zeigen smarte Türschlösser
  2. Eracing Simulator im Hands on Razers Renn-Simulator bringt uns zum Schwitzen
  3. Zu lange Ladezeiten Ford setzt auf Hybridantrieb bei autonomen Taxis

Open Power CPU: Open-Source-ISA als letzte Chance
Open Power CPU
Open-Source-ISA als letzte Chance

Die CPU-Architektur Power fristet derzeit ein Nischendasein, wird aber Open Source. Das könnte auch mit Blick auf RISC-V ein notwendiger Befreiungsschlag werden. Dafür muss aber einiges zusammenkommen und sehr viel passen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Open Source Monitoring-Lösung Sentry wechselt auf proprietäre Lizenz
  2. VPN Wireguard fliegt wegen Spendenaufruf aus Play Store
  3. Picolibc Neue C-Bibliothek für Embedded-Systeme vorgestellt

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  2. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad
  3. Apex Pro im Test Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

    •  /