Raketenstartplatz in Texas: US-Armee stoppt Ausbau der Starbase von SpaceX

SpaceX hat geforderte Angaben zu Auswirkungen der Erweiterung des Raketenstartplatzes auf die Umwelt nicht eingereicht.

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SpaceX-Gelände Starbase in Texas: vier neue Startrampen, eine neue Landefläche
SpaceX-Gelände Starbase in Texas: vier neue Startrampen, eine neue Landefläche (Bild: Jim Watson/AFP via Getty Images)

Bis hierher und nicht weiter: SpaceX darf sein Gelände im US-Bundesstaat Texas nicht erweitern. Weil das US-Raumfahrtunternehmen angeforderte Unterlagen nicht vorgelegt hat, hat eine Stelle der US-Armee das Antragsverfahren ausgesetzt.

SpaceX wolle seine Starbase in Boca Chica in Texas vergrößern, damit dort das Raumfahrzeug Starship starten und landen könne, berichtet die US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. SpaceX hatte das Gelände im Süden von Texas an der Grenze zu Mexiko 2012 erworben, um dort einen Raketenstartplatz einzurichten.

Im Dezember 2020 stellte SpaceX einen Antrag auf Änderung der bestehenden Genehmigung für den Standort Boca Chica, die 2015 erteilt worden war. Das Unternehmen wollte unter anderem Boca Chica Village übernehmen. Dafür wollte SpaceX den Bewohnern ihre Häuser abkaufen und bot ihnen das Mehrfache des Marktwertes.

SpaceX will Feuchtgebiete aufschütten

Auf der Starbase sollen laut einem von SpaceX erstellten Plan unter anderem zwei orbitale Startrampen, zwei suborbitale Startrampen sowie eine neue Landeplattform gebaut werden. Für die Erweiterung will SpaceX knapp sieben Hektar Feuchtgebiete am Golf von Mexiko trockenlegen und aufschütten.

Deshalb prüft das United States Army Corps of Engineers (USACE) die Genehmigung. Das US-Pionierkorps ist für das Bauingenieurswesen zuständig und überwacht die Einhaltung von Umweltgesetzen wie dem Clean Water Act und dem Rivers and Harbors Act.

Das USACE hatte von SpaceX Daten über das Gebiet verlangt, das trockengelegt werden soll. Dazu gehörten unter anderem Angaben über Vorhandensein, Größe und Qualität von Feuchtgebieten, über gefährdete oder bedrohte Arten oder über historischen Objekte am Standort. Dem ist SpaceX jedoch nicht nachgekommen.

Ohne diese Informationen könne das Genehmigungsverfahren nicht fortgesetzt werden, sagte eine Sprecherin des Army Corps des Distrikts Galveston Bloomberg. Sobald SpaceX diese jedoch nachreiche, könne das Verfahren wieder aufgenommen werden.

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