Raketenstart: Astra verliert zwei Wettersatelliten der Nasa

Der Raketenstart von Astra ist am Wochenende gescheitert. Das Unternehmen hat dabei zwei Tropics-Wetterbeobachtungs-Satelliten der Nasa verloren.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine konzeptionelle Illustration der Tropics-Satelliten-Konstellation
Eine konzeptionelle Illustration der Tropics-Satelliten-Konstellation (Bild: Nasa)

Das private Raumfahrtunternehmen Astra sollte am vergangenen Wochenende zwei Tropics-Satelliten zur Wetterbeobachtung ins Weltall befördern. Der Start der Rakete ist zunächst erfolgreich verlaufen. Doch nach etwa zehn Minuten ist es am 12. Juni zu einem Ausfall der oberen Stufe gekommen. Die beiden Satelliten der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa sind dabei verlorengegangen.

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"Die Oberstufe hat sich frühzeitig abgeschaltet und wir haben die Nutzlasten nicht in die Umlaufbahn gebracht", hieß es seitens Astra auf Twitter. Es war der siebte Raketenstart der Rocket 3.

Im November 2021 gelang Astra der erste erfolgreiche Orbitalstart. Im März konnte das Unternehmen seinen 13 Meter hohen Microlauncher Rocket 3 zum zweiten Mal erfolgreich in die Umlaufbahn bringen - diesmal mit kommerzieller Nutzlast an Bord. Die anderen fünf von sieben Raketenstarts schlugen bisher fehl.

Nasa hat weiterhin Vertrauen in Astra

Trotz des Fehlstarts hält die Nasa vorerst an der Zusammenarbeit mit Astra fest. Der stellvertretende Verwalter der Nasa-Wissenschaftsabteilung, Thomas Zurbuchen, bestätigte den Fehlstart der Rakete via Twitter. Er schrieb aber auch, dass Risiken zum Geschäft der Nasa gehören und dass Innovationen dieses Risiko wert sind.

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Laut einer Pressemitteilung der Raumfahrtbehörde kann das wissenschaftliche Ziel auch mit weniger als sechs Cubesats erreicht werden: "Mit vier Satelliten wird Tropics immer noch bessere zeitaufgelöste Beobachtungen von tropischen Wirbelstürmen liefern als herkömmliche Beobachtungsmethoden."

Mit der Tropics-Konstellation plane die Nasa, die Entstehung und Entwicklung tropischer Wirbelstürme in einem fast stündlichen Abstand zu untersuchen. Dabei sollten auch die Wechselwirkungen mit ihrer Umgebung untersucht werden, damit in Zukunft Daten für die Sturmüberwachung und -vorhersage geliefert werden könnten, erklärte Scott Braun. Er ist Forschungsmeteorologe am Goddard Space Flight Center der Nasa. Bisherige Wettersatelliten würden einen solchen Sturm nur alle vier bis sechs Stunden überfliegen.

Wann die nächste Tropics-Mission ins All aufbrechen wird, ist noch unklar. Die Bundesluftfahrtbehörde FFA (Federal Aviation Administration) wird den Fehlstart gemeinsam mit Astra untersuchen, weswegen die nächsten vier Tropics-Satelliten zunächst auf dem Boden bleiben.

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