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Raketen, Raumfahrt & Co.: Rückblick auf ein erfolgreiches Raumfahrtjahr 2025

Ob SpaceX, Blue Origin und sogar die Esa haben im Jahr 2025 Weltraum-Geschichte geschrieben. Eine kleine Zusammenstellung von Golem zum Jahresende.
/ Patrick Klapetz
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Start der Fram2-Mission im März 2025 (Bild: Miguel J. Rodriguez Carrillo/Getty Images)
Start der Fram2-Mission im März 2025 Bild: Miguel J. Rodriguez Carrillo/Getty Images

In den vergangenen zwölf Monaten sind mehrere Raumfahrtrekorde gebrochen worden. Dazu gehören etwa die Einführung einer leistungsstarken neuen wiederverwendbaren Rakete und die erste vollständig erfolgreiche private Mondlandung.

Auch die beiden letzten Starship-Missionen von SpaceX im August und Oktober waren ein Erfolg. Dennoch hat SpaceX gerade mit einigen Problemen seitens der Starship-Entwicklung und seiner Artemis-III-Mission zu kämpfen.

Das Unternehmen von Elon Musk konnte trotzdem seine Startkadenz erhöhen: Vor allem durch seine Falcon-9-Rakete schickte das Unternehmen insgesamt etwa 170 Raketen ins All. Im Jahr 2020 waren es noch 25 Raketenstarts, 2024 waren es 138 Raketenstarts.

15. Januar 2025: Indiens großer Meilenstein zum Jahreswechsel

Indien schaffte es als vierte Nation, ein erfolgreiches Andockmanöver im Weltraum durchzuführen. Zuvor war dies nur den Weltraummächten UdSSR/Russland, den Vereinigten Staaten und China gelungen. Am 15. Januar 2025 verbanden sich die beiden Raumfahrzeuge des Space Docking Experiments (Spadex) in einer erdnahen Umlaufbahn.

Die Beherrschung der Andocktechnik ist notwendig, um komplexe technologische Weltraummissionen zu meistern, etwa den Bau einer Raumstation – was Indien ab 2028 mit dem ersten Modul der Bas-Raumstation anstrebt – oder die Rückführung von Gesteinsproben von der Mondoberfläche, was das Land mit der vierten Chandrayaan-Mission ab frühestens 2027 vorhat.

2. März 2025: Erste erfolgreiche kommerzielle Mondlandung

Ein paar Unternehmen hatten bereits versucht, auf der Mondoberfläche eine robotische Mission zu landen. Dabei gab es Teilerfolge und gescheiterte Missionen. Doch am 2. März 2025 konnte der Blue-Ghost-Lander von Firefly Aerospace die erste rein private Mondlandung für sich verbuchen.

Der Erfolg von Blue Ghost war auch ein Sieg für die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa, die die Mission über ihr Commercial-Lunar-Payload-Services-Programm (CLPS)gebucht hatte.

Gestrandet auf der ISS

Die beiden Nasa-Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore mussten wegen mehrerer Probleme an der Starliner-Raumkapsel von Boeing weitaus länger auf der Internationalen Raumstation ISS verweilen als zunächst geplant.

18. März 2025: Heimkehr zweier gestrandeter Astronauten

Insgesamt verbrachten sie neun Monate länger auf der ISS, beteiligten sich dort am Alltag und führten Experimente durch. Nach einem langen Hin und Her war es dann am 18. März 2025 endlich so weit und die beiden konnten wieder zurück zur Erde kehren.

31. März 2025: Erster astronautischer Raumflug über die Erdpole

Bei der kommerziellen Fram2-Mission schickte das Privatunternehmen SpaceX vier Astronauten auf eine 3,5-tägige Weltraummission. Damit fand am 31. März 2025 nicht nur der 17. astronautische Raumflug des Unternehmens statt, sondern auch der erste Flug mit Besatzung, der über die Pole unseres Planeten hinwegführte.

Da sich die ISS und die chinesische Tiangong-Raumbasis auf keiner polaren Bahn befinden, gab es für einen solchen Überflug bisher keinen Anlass. Zudem sind die Raumfahrer auf dieser Bahn höheren Strahlungswerten ausgesetzt und es kann zu Kommunikationsproblemen kommen. An Bord befand sich die erste deutsche Astronautin.

23. Mai 2025: Europas künstliche Sonnenfinsternis

Die Proba-3-Mission der Europäischen Weltraumorganisation Esa war zwar bereits im Dezember 2024 gestartet, doch ihr eigentliches Missionsziel erreichten die beiden Raumsonden erst am 23. Mai 2025: die Schaffung einer künstlichen Sonnenfinsternis durch einen Formationsflug.

Ein Proba-3-Raumfahrzeug blockiert dabei die Sonne aus der Perspektive der anderen, mit einem bordeigenem Teleskop ausgestatteten Raumsonde. Das soll bei der Untersuchung der dünnen, superheißen Korona der Sonne helfen.

Außerdem stellte die Esa auf der Ministerkonferenz im November 2025 ihr neues Weltraumbudget für die nächsten drei Jahre vor. Insgesamt sind es 22,1 Milliarden Euro – so viel wie nie zuvor. Und ein Deutscher darf mit den Artemis-Missionen mit zum Mond fliegen.

13. November 2025: Blue Origin beweist seine Wiederverwendbarkeit

Bereits am 16. Januar 2025 hatte die neue Schwerlastrakete von Blue Origin, dem Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, ihren Jungfernflug. Die New Glenn erreichte dabei auch den Orbit und setzte einen Dummy-Satelliten im Weltraum aus. Die wiederverwendbare Erststufe der Rakete konnte jedoch nicht erfolgreich auf einer schwimmenden Plattform landen.

Das änderte sich beim Zweitflug am 13. November 2025. Die Rakete erfüllte an diesem Tag auch ihre Hauptmission und schickte die beiden Escapade-Marssonden der Nasa in den Orbit. Der Booster der New Glenn schaffte die Ozeanlandung.

Für die chinesischen Erfolge in diesem Jahr hat Golem einen eigenständigen Artikel zusammengestellt.


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