Railgun: Chinesische Marine testet Hyperschallgeschütz
China hat ein Hyperschallgeschütz getestet, das die Geschosse mit elektromagnetischen Impulsen beschleunigt, um eine extreme Geschwindigkeit zu erreichen. Nach Berichten von Futurism(öffnet im neuen Fenster) und der South China Morning Post(öffnet im neuen Fenster) verlief die Demonstration jedoch nicht wie geplant.
Während des Tests feuerte die Railgun ein gelenktes Geschoss etwa 15 km hoch in die Atmosphäre. Obwohl das Projektil Geschwindigkeiten von mehr als Mach 5 (etwa 6.200 km/h) erreichte, wurde der Test von dem Team unter der Leitung von Lu Junyong, Professor an der Naval Engineering University, als erfolglos eingestuft.
Die Analyse der Flugbahn ergab, dass es während des Aufstieges zu übermäßigem Trudeln kam, was zu einer unerwünschten Neigung der Flugbahn führte. Das Projektil hätte so sein Ziel nicht erreicht.
Internationaler Wettbewerb um Railguns
China ist mit seinen Versuchen mit der Railgun-Technologie nicht allein. Auch in Japan und Frankreich laufen Projekte in diesem Bereich. Das chinesische Team gab an, seine Railgun könne Projektile mit bis zu Mach 6 abfeuern.
Ob es der chinesischen Marine gelingen wird, eine nutzbare Railgun zu entwickeln, bleibt offen. Die USA, die früher an dieser Technologie geforscht hatten, gaben Berichten zufolge ihre Bemühungen dazu auf(öffnet im neuen Fenster) .
Im Jahr 2010 testete die US-Marine eine von BAE Systems entwickelte, kompakte Railgun. Diese Railgun für den Einsatz auf Schiffen beschleunigte ein 3,2 kg schweres Projektil auf Hyperschallgeschwindigkeiten von etwa Mach 10(öffnet im neuen Fenster) . Eine ähnliche Railgun mit 32 Megajoule, die ebenfalls von BAE Systems entwickelt wurde, befindet sich im Dundrennan Weapons Testing Centre im Vereinigten Königreich(öffnet im neuen Fenster) .