Abo
  • IT-Karriere:

Rahmenvertrag: VG Wort will mit Unis neue Zwischenlösung für 2017 finden

Die Proteste und Weigerung der Hochschulen, dem Unirahmenvertrag der VG Wort zuzustimmen, zeigen Wirkung. Die VG Wort will noch in diesem Jahr eine Übergangslösung für 2017 erarbeiten. An der heftig kritisierten Einzelmeldung von Seminartexten will die VG Wort offenbar festhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Scans dieser Bücher sollen auch im kommenden Jahr einfach an Unis verteilt werden dürfen.
Scans dieser Bücher sollen auch im kommenden Jahr einfach an Unis verteilt werden dürfen. (Bild: timetrax63, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Studenten und Lehrkräfte können darauf hoffen, auch ab dem 1. Januar 2017 weiter wie bisher Texte über digitale Semesterapparate verteilen zu dürfen. Da sich bisher viele Hochschulen weigern, dem neuen Unirahmenvertrag der VG Wort zuzustimmen, hätten etwa Plattformen wie Moodle künftig nur noch sehr eingeschränkt genutzt werden können und sich die Hochschulangehörigen dann wohl nicht mehr ganz legal bei der Wissensvermittlung verhalten. Doch die VG Wort will an einer Übergangslösung arbeiten, damit genau das nicht passiert.

Stellenmarkt
  1. LÖWEN ENTERTAINMENT GmbH, Bingen am Rhein
  2. ESWE Versorgungs AG, Wiesbaden

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht (PDF), werden die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Kultusministerkonferenz (KMK) und die VG Wort eine gemeinsame Arbeitsgruppe damit beauftragen, "eine einvernehmliche Lösung für die Handhabung des Urheberrechts im Kontext der Lehre an Hochschulen zu entwickeln. Der Arbeitsgruppe gehören an: für die VG Wort die Geschäftsführer Dr. Robert Staats und Herr Rainer Just. Für die Hochschulrektorenkonferenz der Vizepräsident Prof. Dr. Holger Burckhart und Generalsekretär Dr. Jens-Peter Gaul. Für die Kultusministerkonferenz die Staatssekretäre Gert-Rüdiger Kück (Bremen) und Dr. Thomas Grünewald (Nordrhein-Westfalen)."

Einzelmeldungen sollen wohl erhalten bleiben

Sehr ambitioniert und vielleicht zu sehr einem Ergebnis vorgreifend heißt es weiter: "Die Arbeitsgruppe wird rechtzeitig vor dem Jahresende 2016 einvernehmlich einen Lösungsvorschlag vorlegen". Immerhin ist das gemeinsame Ziel klar formuliert: "Die Partner wollen eine bruchlose weitere Nutzung der digitalen Semesterapparate an den deutschen Hochschulen über die Jahreswende hinaus gewährleisten".

Derzeit sieht es aber so aus, dass die VG Wort, ebenso wie bereits im vergangenen Jahr, jedoch lediglich an einer Übergangslösung interessiert ist. So heißt es in der Pressemitteilung, die Beteiligten "wollen ferner bis zum 30. September 2017 unter Berücksichtigung der BGH-Entscheidung vom 20. März 2013 eine praktikable Lösung an den deutschen Hochschulen implementieren".

In einer von der VG Wort angestrebten Klage legte der Bundesgerichtshof (BGH) fest, dass die bisherige pauschale Zahlung für digitale Semesterapparate nicht gerechtfertigt sei. Immerhin sei der Mehraufwand für Einzelmeldungen sämtlicher digital genutzter Texte an die VG Wort verhältnismäßig und vertretbar. Dem widersprechen allerdings Hochschulen weiterhin vehement. Aus Sicht der Hochschulen sei der Mehraufwand eben nicht vertretbar.

Beim Hauptstreitpunkt zwischen VG Wort und Hochschulen, der Einzelmeldung digital verteilter Texte, scheint die VG Wort also noch nicht einlenken zu wollen. Der in der Pressemitteilung gewählte Wortlaut lässt darauf schließen, dass die VG Wort wohl vorerst lediglich Maßnahmen umsetzen möchte, die die Einzelmeldung vereinfachen sollen. Wie weit die VG Wort den Hochschulen dabei entgegen kommen wird, ist noch nicht absehbar.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 119,90€

florianMaultasche 15. Dez 2016

Erstmal grundsätzlich, das die VG Wort eine Einzelmeldung will kann ich nachvollziehen...

Berner Rösti 12. Dez 2016

Vielleicht reden wir gerade aneinander vorbei, aber genau das meinte ich doch. Bei einer...

Tobias Thelen 11. Dez 2016

"Beim Hauptstreitpunkt zwischen VG Wort und Hochschulen, der Einzelmeldung digital...

schotte 11. Dez 2016

Fragen über Fragen, mit denen sich jetzt zehntausende Hochschulangehörige herumschlagen...

Cok3.Zer0 11. Dez 2016

Es wird also nicht nach Wichtigkeit (Hauptquellen und irgendwelche Schnipselquellen...


Folgen Sie uns
       


B-all One für Magic Leap - Gameplay

Ein Squash-Spiel zeigt, wie gut bei Magic Leap das Mapping der Umgebung und das Tracking unserer Position klappt.

B-all One für Magic Leap - Gameplay Video aufrufen
TES Blades im Test: Tolles Tamriel trollt
TES Blades im Test
Tolles Tamriel trollt

In jedem The Elder Scrolls verbringe ich viel Zeit in Tamriel, in TES Blades allerdings am Smartphone statt am PC oder an der Konsole. Mich überzeugen Atmosphäre und Kämpfe des Rollenspiels; der Aufbau der Stadt und der Charakter-Fortschritt aber werden geblockt durch kostspielige Trolle.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades startet in den Early Access
  2. Bethesda The Elder Scrolls 6 erscheint für nächste Konsolengeneration

Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
Fitbit Versa Lite im Test
Eher smartes als sportliches Wearable

Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
  2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
  3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

Falcon Heavy: Beim zweiten Mal wird alles besser
Falcon Heavy
Beim zweiten Mal wird alles besser

Die größte Rakete der Welt fliegt wieder. Diesmal mit voller Leistung, einem Satelliten und einer gelungenen Landung im Meer. Die Marktbedingungen sind für die Schwerlastrakete Falcon Heavy in nächster Zeit allerdings eher schlecht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer und dpa

  1. SpaceX Dragon-Raumschiff bei Test explodiert
  2. SpaceX Raketenstufe nach erfolgreicher Landung umgekippt
  3. Raumfahrt SpaceX zündet erstmals das Triebwerk des Starhoppers

    •  /