Rage 2 im Test: Krasse Action in karger Welt

Feuergefechte vom Feinsten, aber die offene Welt namens Ödland ist - ja, leider - öde. Die Fortsetzung des nicht ganz gelungenen Actionspiels Rage von id Software bietet ähnlich rasante Action wie die Neuauflage von Doom, ist letztlich aber nur in Häppchen genießbar.

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Artwork von Rage 2
Artwork von Rage 2 (Bild: Bethesda)

Ach, das ist ja schön: Wir haben eine Tankstelle gefunden. Benzin für unser Fahrzeug ist uns egal - wir freuen uns, weil wir mehrere große Öltanks in die Luft jagen können. Und das sieht in Rage 2 ziemlich spektakulär aus. Die feindlichen Banditen in der Nähe sind für uns kein Problem, weil wir gerade ausreichend Munition und fast vollständig ausgebaute Spezialfähigkeiten haben. Entsprechend gibt es schon nach wenigen Augenblicken ein paar gewaltige Explosionen. Dafür bekommen wir Erfahrungspunkte gutgeschrieben, sammeln Extras ein - und eilen weiter zum nächsten Einsatzort.

Inhalt:
  1. Rage 2 im Test: Krasse Action in karger Welt
  2. Verfügbarkeit und Fazit

In Rage 2 sind wir wirklich dankbar, wenn wir zwischendurch mal eine Tankstelle verwüsten können. Das von Avalanche zusammen mit id Software im Auftrag von Bethesda entwickelte Actionspiel schickt uns in der Ich-Perspektive in eine endzeitliche Welt, in der wir die meiste Zeit im Kampf mit Banditen, Mutanten und anderen feindlichen Infanteristen sowie gelegentlich mit Bossgegnern verbringen.

Das Programm ist mehr oder weniger eine Fortsetzung des 2011 von id Software veröffentlichten, bestenfalls mittelguten Rage. Der zweite Teil spielt in derselben postapokalyptischen Welt, bietet aber eine neue Handlung rund um einen Bösewicht namens General Cross. Vorkenntnisse sind nicht nötig, es gibt aber ein paar hübsche Anspielungen auf das Original. Die mit teils recht langen Zwischensequenzen erzählte Story finden wir ansonsten klischeehaft und langweilig. Wenn wir nicht getestet hätten, hätten wir die Zwischensequenzen übersprungen - zum Glück ist das möglich.

Die Kampagne schaffen eilige Spieler in rund fünf bis sieben Stunden. Mit allen Nebenaufgaben und Zusatzmissionen in der offenen Welt sollte Rage 2 aber locker ein paar Dutzend Stunden lang unterhalten. Es gibt vier Schwierigkeitsstufen, auf Normal war uns das Spiel irgendwann etwas zu einfach. Auf Alptraum dürften aber auch erfahrene Spieler an einigen der Kämpfe ordentlich zu beißen haben.

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Ähnlich wie das 2016 veröffentlichte Doom bietet Rage 2 sehr schnelle Kämpfe, in denen ständige Bewegung viel wichtiger ist als das Verharren hinter Deckung. Die Gegner verwenden zwar keine ausgefuchsten Taktiken, sie greifen aber konsequent und entschieden an und verfügen über Waffen, die viel Schaden anrichten. Vielen Geschossen können wir aber gut ausweichen können, etwa weil wir die Kugeln frühzeitig sehen.

  • In der Kanalisation kämpfen wir gegen merkwürdige Mutanten - Rage 2 ist nicht immer bunt und schrill. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Eine Tankstelle weniger... (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Zu Spielbeginn wählen wir zwischen einem weiblichen und einem männlichen Protagonisten, was aber keine weiteren Auswirkungen hat. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte suchen wir neue Einsatzorte. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • General Cross ist so etwas wie der wichtigste Endgegner. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • In der Handelsgasse können wir Ausrüstung kaufen. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Die pinkfarbenen Markierungen zeigen den Weg zum nächsten Außenposten. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Waffen können nach und nach verbessert werden. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Die Belegung des Gamepad finden wir gelungen - Maus und Tastatur am PC machen trotzdem mehr Spaß. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
In der Kanalisation kämpfen wir gegen merkwürdige Mutanten - Rage 2 ist nicht immer bunt und schrill. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)

Wir selbst sammeln im Spielverlauf neun Waffen. Das klingt in Zeiten von Borderlands mit seinen Millionen oder Milliarden an zufallsgenerierten Kampfgeräten sehr wenig. Es reicht aber völlig aus, weil das Arsenal aus Raketenwerfer, Sturmgewehr, Schrotflinte und anderen Geräten sehr gut zusammengestellt ist. Die Waffen fühlen sich wuchtig an, der Sound macht Spaß, es gibt mehrere Modi. Außerdem können wir die Schießeisen nach und nach leveln und dabei sogar ein Stück weit unserer Spielweise anpassen. Bei der Schrotflinte (im Spiel scherzhaft und treffend "Straßenfeger" genannt) können wir etwa festlegen, ob wir die Nachladezeit spürbar verringern oder ob wir die Zielgenauigkeit auch auf große Distanzen spürbar verbessern möchten.

Neben den Waffen lernen wir (ebenfalls steigerbare) Spezialangriffe. Beispielsweise können wir Gegner mit einer Darth-Vader-mäßigen Handbewegung zerschmettern oder im Wutmodus besonders viel Schaden anrichten. In der Praxis führt das dazu, dass wir uns meist mit hohem Tempo vor und in den Feindesmassen bewegen, aus allen Kanonenrohren feuern und dazu von Zeit zu Zeit ein Spezialmanöver durchführen, etwa um auf einen Vorsprung zu gelangen oder um möglichst viele Gegner zurückzustoßen.

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Verfügbarkeit und Fazit 
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  3.  


Atreyu 17. Mai 2019

Vermutlich habe ich Glück gehabt, vom Hype nichts mitgekriegt zu haben. Ich habe das...

migrosch 17. Mai 2019

Welche denn? Teilweise sind 90 mins nichtmal ausreichend, um ne Bewertung abgeben zu...

Dwalinn 16. Mai 2019

Also ich finde die Welt sehr lebendig, alle 500m sitzen 3-4 Gestalten an der Straße und...



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