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Verfügbarkeit und Fazit

Sehr viel weniger spaßig als die Kämpfe ist in Rage 2 das Erkunden der offenen Welt, die passenderweise den Namen Ödland trägt. Die Wüsten- und Waldumgebungen sehen zwar ganz gut aus, sehr viel los ist darin aber nicht. Im Normalfall steuern wir per Fahrzeug den nächsten auf der Karte markierten Außenposten an und fahren dann auf dem markierten Weg dorthin. Ab und zu können wir uns auf dem Weg mal ein Rennen liefern oder etwa eine der genannten Tankstellen angreifen.

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Richtig lebendig fühlt sich die Welt nicht an - was schade ist, weil so viel mehr möglich gewesen wäre. Fast noch mehr stört uns allerdings, dass sich viele der Einsatzorte sehr ähneln, so dass Rage 2 stellenweise etwas generisch und nicht sehr echt wirkt. Die Außenposten erinnern mehr oder weniger alle an Siedlungen aus den Mad-Max-Filmen, neben Feinden warten dort so gut wie immer auch Kisten mit Extras, die wir auf ähnliche Art suchen und dann öffnen müssen.

Anders als das erste Rage basiert der zweite Teil nicht auf einer Engine von id Software, sondern auf der von Avalanche programmierten Apex Engine. Sie macht durchaus einen guten Job, insgesamt sehen Welt und Spezialeffekte sehr ordentlich aus - allerdings gibt es unter anderem keine dynamischen Wetterwechsel, was wir hier ganz passend gefunden hätten. Anders als in dem ebenfalls von Avalanche entwickelten Just Cause 4 sind uns kaum Grafikfehler oder ähnliche Probleme aufgefallen.

  • In der Kanalisation kämpfen wir gegen merkwürdige Mutanten - Rage 2 ist nicht immer bunt und schrill. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Eine Tankstelle weniger... (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Zu Spielbeginn wählen wir zwischen einem weiblichen und einem männlichen Protagonisten, was aber keine weiteren Auswirkungen hat. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte suchen wir neue Einsatzorte. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • General Cross ist so etwas wie der wichtigste Endgegner. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • In der Handelsgasse können wir Ausrüstung kaufen. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Die pinkfarbenen Markierungen zeigen den Weg zum nächsten Außenposten. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Waffen können nach und nach verbessert werden. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Die Belegung des Gamepad finden wir gelungen - Maus und Tastatur am PC machen trotzdem mehr Spaß. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
General Cross ist so etwas wie der wichtigste Endgegner. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)

Rage 2 ist für Playstation 4 und Xbox One (jeweils rund 50 Euro) sowie für Windows-PC (rund 50 Euro) erhältlich. Das Spiel enthält keinen Multiplayermodus. Es gibt Mikrotransaktionen, aber derzeit nur für kosmetische Extras - Waffen-Skins. Sprachausgabe und Bildschirmtexte liegen in mehrere Versionen bei, die deutsche Fassung finden wir gelungen. Die USK hat dem Programm eine Freigabe ab 18 Jahren erteilt.

Fazit

Rage 2 ist vermutlich eines dieser Games, bei denen wir aus gutem Grund jammern und motzen - und dann in ein paar Monaten merken, dass wir es mehr gespielt haben als manchen eigentlich besseren Konkurrenten. Die größte Stärke von Rage 2 ist schlicht die Action: Die Waffen machen Spaß und haben Wumms, das Gunplay stimmt inklusive der tollen Treffermeldungen, die Spezialfähigkeiten sorgen für vielfältige Möglichkeiten beim Dezimieren von Gegnern und die Steuerung lässt in den Kämpfen auf Windows-PC ebenso wie auf Konsole keine Wünsche offen.

So sehr uns die Feuergefechte Spaß machen, allzu viele davon ertragen wir nicht am Stück. Die Missionen und Einsatzorte ähneln sich nämlich viel zu sehr, hier fehlt echte Abwechslung. Bereits vier bis fünf Stunden nach dem Start hat man das Gefühl, dass sich der Ablauf wiederholt. Die Welt ist zwar sehenswert, aber es gibt nur selten interessante Entdeckungen.

Dazu kommen Schwächen bei der Zugänglichkeit außerhalb der Kämpfe, das reicht von der teils umständlichen PC-Bedienung bis hin zu den kleinen Schriften in der Konsolenfassung. Wir finden es übrigens merkwürdig, dass die Entwickler diese eigentlich ja früh absehbaren Probleme nicht behoben haben. Sie führen dazu, dass wir vermutlich auch in ein paar Monaten noch jammern und motzen - und wegen der gelungenen Action trotzdem spielen.

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 Rage 2 im Test: Krasse Action in karger Welt
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Atreyu 17. Mai 2019

Vermutlich habe ich Glück gehabt, vom Hype nichts mitgekriegt zu haben. Ich habe das...

migrosch 17. Mai 2019

Welche denn? Teilweise sind 90 mins nichtmal ausreichend, um ne Bewertung abgeben zu...

Dwalinn 16. Mai 2019

Also ich finde die Welt sehr lebendig, alle 500m sitzen 3-4 Gestalten an der Straße und...


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