Wie viel Strahlung ist normal?

Die normale Strahlung liegt bei Werten bis etwa 0,3 µSv/h (0,3 Mikrosievert pro Stunde). Hier wird deutlich, dass 1 Sievert eine ziemlich große Menge ist. In der Praxis wird man kaum jeweils mit Sievert, sondern eher mit Millisievert (mSv), also einem Tausendstel Sievert, oder eben mit Mikrosievert (µSv), also einem Millionstel Sievert, zu tun haben.

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Fatal dabei ist, dass nicht nur Physiker mit diesen Einheiten arbeiten, sondern auch Menschen, die weniger geübt sind im Umgang mit dem Vorzeichen "Mikro" und es hier immer wieder zu Verwechslungen zwischen Milli und Mikro kommt, also einem Fehler um den Faktor 1.000. Typische Beispiele sind Ärzte, die zum Beispiel bei einer Computertomografie (CT) unvermeidbare Strahlenbelastung durch Röntgenstrahlung falsch einordnen und davon ausgehen, sie läge in ähnlicher Größenordnung wie ein einzelner Langstreckenflug, bei dem die sogenannte Höhenstrahlung (die ebenfalls ionisierend ist) eine erhöhte Strahlenbelastung verursacht.

Tatsächlich liegt ein CT-Scan bei etwa 1 bis 20 mSv (Millisievert), während Langstreckenflüge, typischerweise unter 100 µSv (Mikrosievert) liegen, wobei der genaue Wert hier von vielen Details abhängt. Bei beiden handelt es sich um sogenannte Einmaldosen, also eine Dosis, die binnen kurzer Zeit auftritt, sich aber nicht unbedingt wiederholt.

Bei der normalen Strahlungsrate von bis zu 0,3 µSv/h handelt es sich hingegen um den Durchschnittswert der Rate (in diesem Fall auch Ortsdosisleistung genannt), dem man kontinuierlich ständig ausgesetzt ist und der sich pro Jahr auf bis zu 2,6 mSv als Jahresdosis akkumuliert. Im Laufe eines hundertjährigen Lebens würde man also bis zu 260 mSv durch natürliche Strahlung aufsammeln, ohne dass sich dies vermeiden lässt. Hat man in dieser Zeit fünf CT-Scans mit jeweils 10 mSv, erhöht dies die Gesamtbelastung auf 310 mSv, also um etwa 20 Prozent.

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Für medizinisch wirklich notwendige CT-Scans erscheint dies akzeptabel, zumal CT-Scans gerade in kritischen Situationen, etwa nach Unfällen, extrem schnell und sogar unter laufender Reanimation einen guten Einblick in den Körper erlauben und damit oft unverzichtbar sind. Für andere Situationen hingegen kann es sinnvoll sein, auf den anders arbeitenden Kernspintomografen zurückzugreifen, der keinerlei Strahlenbelastung verursacht, aber dafür eine sehr enge Röhre und sehr lange Messzeiten hat, weshalb er für Patienten in einem instabilen Zustand ungeeignet ist.

  • Das NR-850 wird in einer einfachen Pappschachtel geliefert und lässt deutlich den chinesischen Ursprung erkennen. (Bild: Mathias Küfner)
  • Das Innere der Pappschachtel wirkt ebenso einfach und schlicht. Zumindest ist ein komplettesMiniatur-Handbuch beigelegt, das neben einem chinesischen auch einen englischsprachigen Teilenthält. (Bild: Mathias Küfner)
  • Die Anzeige des NR-850 bietet wenig Variationsmöglichkeiten. Datum und Uhrzeit sind nicht vorkonfiguriert. (Bild: Mathias Küfner)
  • Hier das Innenleben des NR-850 mit dem zerbrochenen Zählrohr aus Glas, das einfach auf der Unterseite mit der Platine verbunden ist und weitgehend frei im Gerät hängt. (Bild: Mathias Küfner)
  • Die weiteren Komponenten des NR-850, mit dem Display auf der Vorderseite der Platine und dem Flachkabel zur Tastatur, die im Gehäuse integriert ist. (Bild: Mathias Küfner)
  • Das GQ-GMC500+ kommt zwar auch nur in einer einfachen Pappschachtel, jedoch findet sich darin ein USB-Kabel und das Gerät ist in der mitgelieferten Tasche verpackt. Es macht insgesamt einen besseren Eindruck als das NR-850. (Bild: Mathias Küfner)
  • Der Lithium-Ionen-Akku ist bereits eingebaut und vorgeladen, lässt sich aber tauschen und auch im Gerät aufladen. (Bild: Mathias Küfner)
  • Die einfachste Anzeigeoption des Gerätes gibt eine gut erkennbare Bewertung zurück. (Bild: Mathias Küfner)
  • Weitere Anzeige-Modi sind etwas komplexer und enthalten mehr Details. Man hat viele Variationsmöglichkeiten. Sinnvoll ist hier die Anzeige von gemittelten Werten, die aussagekräftiger sind. (Bild: Mathias Küfner)
  • Die Auswertung der besonders nützlichen Differenzmessung stellt die Einzelmessungen und deren Unterschied gegenüber. (Bild: Mathias Küfner)
  • Das GQ-GMC500+ hat umfangreiche weitere Funktionen. Dazu gehört auch das langfristige Speichern von Messwerten für eine spätere Auswertung. (Bild: Mathias Küfner)
Die einfachste Anzeigeoption des Gerätes gibt eine gut erkennbare Bewertung zurück. (Bild: Mathias Küfner)

Wer häufig mit CT-Scans, Röntgenuntersuchungen, Untersuchungen mit radioaktiven Tracern oder Strahlenbehandlung konfrontiert ist, sollte idealerweise mittels eines sogenannten Röntgenpasses seine Lebensstrahlendosis im Blick behalten, um Nutzen und Risiko etwas besser abwägen und mit dem Arzt besprechen zu können. Kompetent sind hierbei primär die Radiologen und Nuklearmediziner, deren Fachgebiet dies ist. Außerdem gibt es in größeren Kliniken einen sogenannten Strahlenschutzbeauftragten und auch ein internes Qualitätsmanagement, das man kontaktieren kann, falls ein behandelnder Arzt allzu leichtfertig mit dem Thema Strahlenbelastung umgehen sollte und hier Einheiten durcheinanderwirft.

Langzeiteffekt und Dosimeter

Für das statistische Risiko, durch die Langzeiteffekte von Strahlung zum Beispiel an Krebs zu erkranken, ist stets die Gesamtdosis, die man über das gesamte Leben aufsammelt, relevant. Oft lässt sich dies nicht lückenlos erfassen, sondern nur abschätzen. Messgeräte können dabei besonders kritische Zeitbereiche mit erhöhter Strahlenbelastung verfolgen.

Dazu gibt es auch Geräte, die speziell für diese persönliche Langzeitüberwachung der eigenen Strahlenbelastung ausgelegt sind und als "Dosimeter" bezeichnet werden. Da diese über sehr lange Zeit funktionieren müssen, werden hier gerne passive Objekte verwendet, die sich durch Strahlung zum Beispiel verfärben - oder man verwendet besonders energieeffiziente Geräte, die sich gut ständig am Körper tragen lassen.

Radex bietet hierzu eine Reihe von Geräten an, die darauf ausgerichtet sind. Etwa das Radex RD1503 und das Radex RD1212-BT. Mit ihnen würde man typischerweise nicht die Strahlung einzelner Proben oder das Strahlungslevel von Orten untersuchen, sondern sie einzig und allein nutzen, um die Strahlenbelastung, die der eigene Körper erfährt, zu monitoren.

Das hat allerdings klare Grenzen, denn manche Strahlenbelastungen sind so punktuell, dass das Messgerät gegebenenfalls etwas völlig anderes erfasst, als das, was tatsächlich auf den menschlichen Körper einwirkt. Bestes Beispiel dafür sind die sehr gerichteten Röntgenstrahlen während eines CT-Scans oder die Strahlentherapiebehandlungen.

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 Welche Einheiten gibt es und wie liest man sie richtig?Wie gefährlich ist Alpha-, Beta-, Gammastrahlung? 
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Tfis 17. Sep 2022 / Themenstart

Also Kohle und Gas verbrennen zur Grundlastsicherung? Oder bist Du einfach nur...

sonic74 16. Sep 2022 / Themenstart

...oder sind Tritiumhaltig ().

Niveauacreme 16. Sep 2022 / Themenstart

Das hilft nicht viel weiter, weil die ganzen Messungen in völlig beliebigen Umgebungen...

Niveauacreme 16. Sep 2022 / Themenstart

Americium, Alphastrahler, nur im Anglo-Raum gebräuchlich, gar nicht, da die...

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