Welche Einheiten gibt es und wie liest man sie richtig?

Insgesamt kann man festhalten, dass die Fähigkeit, Alphastrahlung nachzuweisen, nur bei der Oberliga der Geräte verfügbar ist. Der hohe Preis und die mit der Funktion einhergehende besondere Handhabung machen den Einsatz für Laien damit insgesamt meist unattraktiv. Wer dennoch mit der Funktion liebäugelt, findet bei GQ in der GCM-600-Serie Geräte, die Alphastrahlung nachweisen können, aber auch über 400 Euro kosten.

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Der Gamma Scout ist ein Gerät, das man als regelrechten Veteranen ansehen kann. Es ist seit vielen Jahren auf dem Markt und wurde durchgehend als gut bewertet, hängt aber bei Komfortfunktionen und Konnektivität inzwischen etwas der Zeit hinterher.

Es gibt ihn in verschiedenen Varianten, wobei vor allem die "Online"-Variante einigermaßen zeitgemäß wirkt, jedoch mit 550 Euro preislich durchaus happig ist. Selbst die einfacheren Varianten kosten über 400 Euro, können aber allesamt Alphastrahlung detektieren und ebenso Betastrahlung, Gammastrahlung und Röntgenstrahlung, wie das auf alle Geräte zutrifft, die Alphastrahlung zu detektieren vermögen.

Bei weitem nicht so lang am Markt wie der Gamma Scout ist das Gerät PCE-RAM 10, das ebenfalls Alphastrahlung messen kann und in seiner Konnektivität und Funktionalität deutlich moderner wirkt. Es hat mit dem Gama Scout außerdem gemeinsam, dass es meist nicht kurzfristig lieferbar ist und in einer ähnlichen Preiskategorie liegt. Beide Geräte bieten die Möglichkeit, unterschiedliche Filter vorzuschalten, um gezielt Alphastrahlung oder Alpha- und Betastrahlung abzublocken.

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Durch Differenzmessungen mit verschiedenen Filtern kann man somit die Anteile der unterschiedlichen Strahlungsarten ermitteln, dies ist für die korrekte Umrechnung in einige Maßeinheiten wichtig.

Unterschiedliche Maßeinheiten für Radioaktivität

Originär ermitteln die Geräte immer erst die Counts, also die einzelnen Ionisierungsereignisse. Bezogen auf Minutenintervalle ergibt dies die CPM (Counts per Minute), bezogen auf Sekunden die CPS (Counts per Second), die aber bei normalen niedrigen Raten stets nur Werte von 0, 1 oder 2 anzeigen und damit für sich allein genommen kaum Aussagekraft haben.

Sinnvoller sind die CPM, da die Mittelung über eine Minute schon etwas konkretere Rückschlüsse zulässt. Damit sich die Anzeige fortlaufend anpassen kann und nicht nur einmal in der Minute, arbeiten praktisch alle Geräte mit einem rollenden Wertefenster. Es werden also sekündlich die ermittelten CPS hinzugenommen und dafür die Werte, die länger als eine Minute zurückliegen, fallengelassen.

Aus den 60 Einzelmesswerten der letzten 60 Sekunden wird dann die Summe gebildet und so jede Sekunde die CPM der jeweils letzten 60 Sekunden ermittelt. Sollte die Radioaktivität plötzlich zunehmen, würde man dies somit auch in der Anzeige sehr schnell bemerken können. Bis der tatsächliche aktuelle CPM-Wert erreicht ist, kann es bei Veränderungen jedoch bis zu einer Minute dauern.

Aus CPM lassen sich verschiedene andere Einheiten ableiten, die für bestimmte Zwecke sinnvoll sind, aber sich nicht ohne weitere Annahmen einfach ermitteln lassen. Die meisten Leser werden schon von den Einheiten Röntgen (Ionendosis), Gray (Energiedosis) oder Becquerel (Aktivität) gehört haben.

Becquerel beschreibt, wie viele Zerfälle pro Sekunde auftreten. Der Unterschied zu CPS: Während die CPS beschreiben, wie viele Ionisierungsereignisse im Messgerät gemessen werden, sagt Becquerel etwas darüber aus, wie viele Zerfälle in einer Substanz erfolgen. Da aber nicht sämtliche entstehende Strahlung einer Substanz im Messgerät gemessen wird und der gemessene Anteil nicht trivial bekannt ist, ergibt sich allein dadurch eine Abweichung.

Gray bezieht sich darauf, wie viel Energie durch ionisierende Strahlung in eine Substanz eingebracht wird. Dabei spielt auch eine Rolle, wie nah man der Strahlungsquelle ist und ob es dazwischen Abschirmung gibt.

Sievert baut auf Gray auf und benutzt Strahlungswichtungsfaktoren, um die biologische Gefährdung zu ermitteln. Alphastrahlung wird hier wesentlich stärker gewichtet als Gammastrahlung. Man spricht bei Sievert auch von der Äquivalenzdosis, da sie unterschiedliche Arten ionisierender Strahlung und ihr Schadenspotenzial für den menschlichen Körper ins Verhältnis zueinander setzt und damit vergleichbar macht. Eine korrekte Umrechnung auf Sievert muss somit, insbesondere wenn das Gerät Alphastrahlung messen kann, die verschiedenen Arten von Strahlung unterscheiden.

Als universelle Größe zur Abschätzung der Gefahr für Menschen ist Sievert weitaus besser geeignet als die anderen Einheiten und am besten orientiert man sich daran. Glücklicherweise bieten praktisch alle Geräte bereits eine integrierte grobe Umrechnung an und in vielen Texten, Berichten und Empfehlungen werden Sievert als Einheit verwendet.

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 Das GQ GMC-500+ als Vertreter des MittelfeldesWie viel Strahlung ist normal? 
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