Auto, Stereoanlage, Kopfhörer: Wo welche Klangqualität gebraucht wird

Ob Hörern eventuelle Klangeinbußen überhaupt auffallen, hängt auch vom Nutzungsszenario ab. Hier unterscheidet man vor allem zwischen:

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  • Hochwertige HiFi-Anlage in optimierter Hörumgebung
  • Mittelklasse stereofähige Geräte ohne optimierte Hörumgebung
  • Einfache Geräte (Küchenradio, Radiowecker), in eventuell ungünstiger Hörumgebung
  • Auto mit eingebauter Anlage
  • Kopfhörer

Die höchsten Anforderungen ergeben sich für Hi-Fi-Anlagen, wie man sie heute jedoch nur noch sehr selten bei der Radionutzung findet. Meist werden diese für das Hören von klassischer Musik genutzt, weshalb gerade Radioprogramme mit solcher Musik eine besonders hohe Datenrate haben. Da als Referenz für die Qualität der direkte unmittelbare Höreindruck im Konzertsaal dient, ist es für jedes Medium grundsätzlich schwierig, die gewünschte Klangqualität zu liefern.

Mittlere bis hohe Anforderungen gibt es in Fahrzeugen und bei der Nutzung von Kopfhörern. Gerade im Auto hat man einen gut definierten Raum, auf den die eingebauten Anlagen abgestimmt werden können und die Hörer befinden sich an klar definierten Sitzpositionen. Dadurch ist ein hohes Niveau erreichbar und der Anspruch entsprechend erhöht.

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Für Kopfhörer kann dies ebenso gelten, wobei hier als Besonderheit die zwei Stereokanäle getrennt wahrgenommen werden und somit nicht vollständig entkoppelt sein dürfen. Instrumente, die nur am linken oder rechten Ohr wahrgenommen werden, irritieren das Gehirn, da in der Realität immer auch ein kleinerer Anteil am jeweils gegenüberliegenden Ohr wahrnehmbar ist. Für die Nutzung von Kopfhörern muss dies entsprechend bei der Aufbereitung sichergestellt sein.

Damit unterscheidet sich die Anforderung für Kopfhörer deutlich von den Anforderungen einer Hi-Fi-Anlage, bei der es sinnvoll sein kann, Instrumente ausschließlich im linken oder rechten Lautsprecher wiederzugeben. Radioprogramme müssen hier stets verschiedenste Hörsituationen adressieren und deshalb Kompromisse suchen. Weder Kopfhörer noch Hi-Fi-Anlagen sind die dominierenden Hörsituationen für die meisten Radioprogramme und werden daher meist nicht optimiert bedient. Dies gilt für UKW wie DAB+, wobei DAB+ die flexibleren Mittel bieten würde, falls man eine Optimierung anstrebt.

Für sehr einfache Geräte, aber selbst für die Mittelklassegeräte sind die Anforderungen hingegen überschaubar und weder eine besonders niedrige noch eine besonders hohe Klangqualität würden hier unbedingt auffallen. Zwischen Hörern und Programmanbietern hat sich eine gegenseitige Erwartung etabliert und es gibt eingeschliffene Qualitätsstandards. Je nach Programm und Region kann es graduelle Unterschiede in den Erwartungen geben.

Was guten Klang noch ausmacht

Neben der Anpassung der Audiodatenrate gibt es weitere Parameter und Möglichkeiten, um auf die Klangqualität einzuwirken. Weder für die Hörer noch für Radioprogrammanbieter ist hier leicht zu erkennen, was verwendet wurde beziehungsweise verwendet werden sollte. Gerade Radioprogrammanbieter, die bisher stark auf ihre UKW-Aussendung fokussieren und DAB+ eher vernachlässigen, begehen in der Praxis immer noch Fehler, mit denen sie die effektive Qualität ihrer Programme in der DAB+-Aussendung unnötig herabsetzen. Um zu verstehen, was hier oft schief läuft, ist ein genauerer Blick auf die Audioenkodierung wichtig.

Bei digitalen Audiodaten kann man grundsätzlich drei Ausdrucksarten unterscheiden:

  • Samplingdaten ohne Datenkomprimierung
  • Verlustfreie Audiodatenkomprimierung
  • Verlustbehaftete Audiodatenkomprimierung

Im eigentlichen Sinne sind dabei nicht einmal die Samplingdaten ohne Datenkomprimierung völlig verlustfrei gegenüber dem realen Höreindruck, da bereits bei der Erfassung und der Analog-Digital-Wandlung mit einer Quantifizierung (also Abstufung) in zwei Dimensionen gearbeitet wird:

  • Dynamik, auch als Bittiefe ausgedrückt, meist auf der y-Achse dargestellt
  • Abtastrate, auch als Samplingfrequenz bezeichnet, meist auf der x-Achse gezeichnet

Je nach Wahl der Bittiefe und Samplingfrequenz ergibt sich eine feinere oder gröbere Auflösung des direkten Höreindrucks. Je besser die Auflösung, umso größer die Datenmenge. Beim nachfolgenden Datenkompressionsschritt werden in diesen Daten Muster und Wiederholungen gesucht, die sich datensparsamer ausdrücken lassen.

Die verlustfreie Datenkompression, wie sie zum Beispiel der Free Lossless Audio Codec (FLAC) bietet, kann am Ende die ursprünglichen Samplingdaten ohne Abweichung wieder reproduzieren. Verlustbehaftete Audiocodecs, wie sie heute überwiegend genutzt werden, können dies nicht, erreichen jedoch wesentlich niedrigere Datenraten und bedienen sich dabei einiger Tricks, durch die der Höreindruck letztlich kaum geschmälert wird.

Gewisse Details in einem komplexen Klangeindruck kann der Mensch nicht wahrnehmen, andere sind nur im direkten Vergleich und bei großer Konzentration wahrnehmbar. Hier macht man bewusst Abstriche, ohne dass dem Großteil der Hörer jemals ein Unterschied bewusst werden würde.

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 DAB+ liefert die Qualität, die gebraucht wirdDaten sparen an der falschen Stelle 
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radneuerfinder 19. Feb 2022

Mathias Küfner schreibt: "Ab dem Orientierungswert von etwa 64 kbit/s geht man von einer...

thecrew 17. Feb 2022

96kbit mit nem modernem codec wie ogg, kannste eher mit einer 192 kbit mp3 vergleichen...

/mecki78 16. Feb 2022

AAC ist auch OSS. Die AAC Implementierung vom Fraunhofer Institut liegt genauso im...

TheWesleyCrushers 16. Feb 2022

Es geht hier um was anderes. Das was du hörst, ist die Kompression, die hier niemand...



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