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Radio: UKW-Hörern droht Zwangsabschaltung

UKW-Empfang ist für die meisten Menschen in Deutschland die wichtigste Art, Radio zu hören. Ein Dienstleister bringt wegen eines Streits um Geld die Zwangsabschaltung ins Spiel. Zehn Millionen Hörer könnten betroffen sein, der Streit scheint gerade zu eskalieren.

Artikel veröffentlicht am , /dpa/Deutsche Presse-Agentur
Ein UKW-Radio
Ein UKW-Radio (Bild: Nite_Owl, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Im Streit um die Bezahlung von UKW-Übertragung drohen Dienstleister mehreren großen Radiosendern mit einer Abschaltung. Das Unternehmen Media Broadcast kündigte an, Mitte April 2018 diejenigen Sender abzuschalten, die bis dahin bestimmte Bedingungen nicht erfüllt haben. "Bis zu zehn Millionen Hörer könnten schon ab dem 11. April 2018 von einer Abschaltung ihrer UKW-Radiosender betroffen sein", sagte Media-Broadcast-Chef Wolfgang Breuer der Tageszeitung Die Welt.

Inhalt:
  1. Radio: UKW-Hörern droht Zwangsabschaltung
  2. Hintergrund des Streits sind Preise für die Antennennutzung

Neben privaten Radiosendern wird auch dem MDR, dem NDR in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschlandradio die UKW-Abschaltung angedroht. Sie betreiben keine eigene Sende-Infrastruktur, sondern haben Sendernetzbetreiber wie Uplink aus Düsseldorf und Divicon aus Leipzig beauftragt. Diese Firmen müssen nun mit den Antennenbetreibern die Preise für die Miete der Antennen aushandeln, was bislang nicht gelungen ist.

NDR ist in Sorge

Der Norddeutsche Rundfunk blickt nach eigenen Angaben "mit Sorge" auf die aktuellen Entwicklungen. "Unsere Hörerinnen und Hörer in Mecklenburg-Vorpommern dürfen nicht Opfer finanzieller Verhandlungen von technischen Dienstleistern werden", sagte Sprecher Martin Gartzke. "Wir hoffen auf einen zügigen und konstruktiven weiteren Verlauf und Abschluss der Verhandlungen."

Der Mitteldeutsche Rundfunk wollte sich nicht im Detail zu den Verhandlungen äußern. MDR-Betriebsdirektor Ulrich Liebenow betonte jedoch: "Es wird in der nächsten Woche keine Abschaltungen von UKW-Frequenzen geben, über die der MDR seine Programme verbreitet." Der Sender sehe die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt ebenso wie die Politik in der Pflicht - sie sollen den massiven Auswirkungen des UKW-Antennenverkaufs entgegenwirken.

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Betroffen sein könnte auch der hessische Privatsender Hit Radio FFH mit seinen drei Programmen. Der Geschäftsführer und Programmdirektor von Hit Radio FFH, Hans-Dieter Hillmoth, sprach auf Anfrage von einem großen Poker um Verträge und Preise und nannte die Ankündigung eine Drohgebärde. "Letztlich ist das auch ein bisschen Erpressung."

Scharfe Kritik an den Drohszenarien kommt auch von Deutschlandradio: "Der Ausfall von UKW-Frequenzen ist vermeidbar und für Deutschlandradio nicht akzeptabel", sagte dessen Verwaltungs- und Betriebsdirektor Rainer Kampmann. Sein Haus werde alle nötigen Schritte einleiten, um die UKW-Verbreitung sicherzustellen.

Hintergrund des Streits sind Preise für die Antennennutzung 
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hansman 09. Apr 2018 / Themenstart

Na toll, alles billig privatisieren, dann sich erpressen lassen und zu erhöhten Preis...

IT-Nerd-86 09. Apr 2018 / Themenstart

Man bekommt aber fertige Bausätze und man bekommt Anleitungen im Netz, die du ausdrucken...

ibsi 09. Apr 2018 / Themenstart

Richtig, und in Zukunft kommt dann aus seinem UKW-Radio ... nichts. Laut Dir dürfte er...

Sukram71 09. Apr 2018 / Themenstart

Verkehrshinweise im Radio sind generell Unsinn. Sinn machen strecken-bezogene Stau...

Hackfleisch 09. Apr 2018 / Themenstart

Es gibt in der Demokratie ein Mittel mit der Bezeichnung Wahlen. Statt sich zum...

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