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Propaganda, Rekrutierung von Attentätern und Radikalisierung ist für Extremisten im Netz nicht sehr aufwendig.
Propaganda, Rekrutierung von Attentätern und Radikalisierung ist für Extremisten im Netz nicht sehr aufwendig. (Bild: AFP/Getty Images)

Bisher war alles erfolglos

Zusätzlich ist auf der Metaebene eine gewisse Hilflosigkeit festzustellen, da alle bisherigen Einschränkungsversuche im Internet nahezu vollständig erfolglos waren und Islamisten nicht zuletzt durch ihre Erfolge im Irak auch an medialer Wirkungsmacht hinzugewonnen haben, also medial wahrscheinlich stärker sind als je zuvor.

Es ist deshalb davon auszugehen, dass Einschränkungen höchstens in den klassischen, redaktionell betreuten Medien Anklang finden dürften, auch aufgrund des herrschenden Pressekodex und der damit verbundenen Symbolwirkung bzw. Vorbildfunktion. Wirklich verhindern kann man digitale Propaganda bis hin zu extremer Brutalität in Zeiten digitaler Vernetzung jedoch nicht.

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Keine einfachen Antworten

Analyse und Bekämpfung von Radikalisierung im Netz befinden sich noch in den Anfängen. Die zahlreichen digitalen Phänomene - beispielsweise das Aufkommen sozialer Netzwerke in den vergangenen Jahren, die begonnene Ausbreitung des ubiquitären Internet of Everything, die rasante Professionalisierung und weiter zunehmende Ausbreitung von Extremismus im digitalen Raum - stellen Forscher vor immer neue Herausforderungen und machen entsprechende Gegenmaßnahmen schwierig. Kaum haben Forscher oder Behörden einen interessanten Ansatz gefunden, schon besteht die Gefahr, dass in kurzer Zeit bereits ganz andere Wege beschritten werden und man mehr oder weniger von vorn beginnen muss.

Einfache Antworten sind deshalb nicht zu erwarten: Weder helfen technische Sperren, noch reicht eine vorrangig behördliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Zwischen den fast schon gemächlich erscheinenden und über viele Jahre andauernden Auseinandersetzungen zwischen der Zeitschrift Radikal und der Staatsmacht und den heutigen digitalen Herausforderungen liegen Welten: In immer kürzeren Abständen tauchen völlig neue Phänomene auf, die man nicht aus den Augen lassen darf, da sie oft genug das Potenzial haben, zu einem riesigen Problem zu werden - oder aber zur Lösung beizutragen.

So verbinden sich in einem sozialen Netzwerk plötzlich Rechtsradikale mit Islamisten und tauschen sich aus über den Bau von Waffen und Sprengfallen. Aber es werden im selben Netzwerk auch Attentate verhindert, die ohne sie wohl niemals geplant worden wären.

Die Lage ist und bleibt komplex. In den letzten Jahren sind zahlreiche Herausforderungen aufgetaucht, die nicht nur nach passenden Forschungsgrundlagen und Werkzeugen verlangen, sondern auch nach neuen Theorien und viel intensiverer Interdisziplinarität und einer Vermittlung von Forschungsergebnissen und Lösungsansätzen zugunsten der Öffentlichkeit. Denn letztlich ist wohl die (digitale) Gesellschaft das beste Korrektiv. Wissenschaft und Behörden sollten sie dabei nach Kräften unterstützen.

 Forschung und Verteidigung: zwei ganz unterschiedliche Perspektiven

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Anonymer Nutzer 30. Sep 2014

Lesenswert dazu http://www.washingtonpost.com/opinions/why-do-we-ignore-the-civilians...

azeu 30. Sep 2014

An Deinem Argument ist was dran :)

cry88 29. Sep 2014

Oder einfach mit Flüchtlingen reden ... Ja, das ist echt und nein, in Echt ist es noch...

Paykz0r 27. Sep 2014

Ein etwas weitreicherenden Bericht hätte ich mir gewünscht. Wie schauts bsw. mit die von...

tKahner 27. Sep 2014

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