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Radeon Software: AMD verbessert DX11-Performance drastisch

Einige Titel wie Assassin's Creed Odyssey oder Total War Troy legen mit dem neuen Vorschau-Grafiktreiber unter Direct3D 11 signifikant zu.
/ Marc Sauter
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Eine Radeon RX 6700 XT (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Eine Radeon RX 6700 XT Bild: Martin Wolf/Golem.de

AMD hat einen sogenannten Software Preview Driver May 2022(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, also eine Vorabversion eines neuen Grafiktreibers für Pixelbeschleuniger wie die aktuellen Radeon RX 6000. Wie der Hersteller in einem Blog-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) ausführt, lag der Fokus auf der Verbesserungen der Direct3D-11-Performance in CPU-limitierten Szenen.

Seit einigen Jahren optimiert die Konkurrenz – sprich Nvidia – die Treiber so, dass die Geforce-Modelle in CPU-limitierten Spielen unter D3D11 signifikant besser abschneiden als die Radeon-Pendants. Ein gutes Beispiel ist Kingdom Come Deliverance, wo ältere Prozessoren bei ultrahohen Details weit von 60 fps entfernt sind und Nvidia-Karten in großen Städten deutlich flüssigere Bildraten abliefern.

Die meisten aktuellen Titel aber setzen auf Low-Level-APIs, wo auch schwache CPUs nur selten limitieren. Gut zu sehen ist das bei Asassin's Creed Valhalla mit D3D12, wohingegen Asassin's Creed Odyssey noch mit D3D11 läuft und dem Prozessor deutlich mehr Leistung abverlangt. Um bei Valhalla überhaupt ein CPU-Limit zu erzwingen, müssen die kleinste Auflösung gewählt und die Render-Skalierung herabgesetzt werden.

Test zeigen ein Viertel Leistungsplus

Weil diverse ältere Spiele jedoch weiterhin populär sind und selbst sehr fordernde neue auf D3D11 statt D3D12 setzen, hat AMD nachgelegt: Der Software Preview Driver May 2022 soll satte 28 Prozent in Assassin's Creed Odyssey zulegen, zudem 17 Prozent in Total War Troy und 11 Prozent in GTA 5. Die gleich 30 Prozent in World of Warcraft Shadowlands sind ebenfalls beeindruckend, der Blizzard-Titel unterstützt allerdings auch D3D12.

Erste unabhängige Tests wie der von CapFrameX(öffnet im neuen Fenster) zeigen auf, dass Crysis Remastered – welches D3D11 nutzt – mal eben 24 Prozent zulegt. Wer also eine RDNA2-Grafikkarte besitzt und einen relativ langsamen Prozessor verwendet, der sollte sich den Software Preview Driver May 2022 genauer anschauen, wenn oft D3D11-Titel gespielt werden.

Nachtrag vom 24. Mai 2022, 8:10 Uhr

Die heute Nacht erschienene, reguläre Radeon Software 22.5.2(öffnet im neuen Fenster) integriert die D3D11-Verbesserungen ebenfalls.


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