Radeon RX Vega: Mining-Treiber steigert MH/s deutlich

Im Nachgang zum Test der Radeon RX Vega 64 und dem Test der Radeon RX Vega 56 hat AMD einen Beta-Treiber bereitgestellt, der speziell für Blockchain-Computing(öffnet im neuen Fenster) gedacht ist. Die neue Radeon Software erhöht die Leistung beim Ethereum-Mining und sorgt dafür, dass bei älteren Polaris-basierten Karten die Geschwindigkeit bei gestiegenem Schwierigkeitsgrad nicht abfällt.

Wir hatten im Kurztest mit dem Claymore Miner(öffnet im neuen Fenster) mit einer Radeon RX Vega 64 bei DAG 130 ( Directed Acyclic Graph(öffnet im neuen Fenster) ) eine Berechnung von 30,7 Megahashes pro Sekunde erzielt. Mit dem neuen Blockchain-Treiber sind es 33,9 Megahashes pro Sekunde bei ansonsten gleichen Einstellungen. Angesichts hoher Strompreise ist es aber sinnvoll, die Grafikkarte zu optimieren, indem auf das zweite BIOS gewechselt und im Treiber der Power-Save-Modus eingestellt wird. Eine Alternative stellt Undervolting dar, weil sich durch weniger GPU-Spannung der Chiptakt und die Leistung erhöhen und die Effizienz steigt.
Polaris bricht bei hohem DAG nicht mehr ein
Ein anderes Thema ist ein von AMD behobener Fehler, der verhindert, dass bei einem höheren DAG-Wert die Geschwindigkeit einbricht. Wie Legit Reviews(öffnet im neuen Fenster) aufzeigt, erreicht eine Radeon RX 480 mit dem Mining-Treiber bei bewusst eingestelltem DGA 199 wieder 25 Megahashes pro Sekunde statt auf 15 Megahashes pro Sekunde einzubrechen. Die gleiche Erkenntnis gilt für alle Polaris-(10)-Karten, also die RX 480/470 und die RX 580/570 .
Von den vorab berichteten 60 oder mehr Megahashes pro Sekunde für eine Radeon RX Vega 64 ist übrigens nichts zu sehen, was offenbar Absicht ist. AMD hätte durchaus die Möglichkeit gehabt, die Firmware der Karte auf einen hohen Speicherdurchsatz und zugleich niedrigere Latenzen zu optimieren, um so das Schürfen der Ethereum-Kryptowährung zu beschleunigen.