Radeon RX 7000: AMDs RDNA3-Grafikkarten starten im November
Kurz nach der Konkurrenz stellt auch AMD in Kürze die nächste Grafikkartengeneration mit einigen interessanten Neuerungen vor.
Auf Twitter hat Scott Herkelman, Senior Vice President und General Manager der Radeon-Graphics-Abteilung, ein Event zu RDNA 3 für den 3. November 2022 angekündigt. Mehr Details dazu sollen in der nächsten Zeit folgen. Da von einem Launch die Rede ist, sind die Grafikkarten mutmaßlich danach auch zeitnah im Handel kaufbar.
Mit RDNA 3 verspricht AMD eine um mindestens 50 Prozent höhere Performance pro Watt. Erreicht wird dies unter anderem durch den Wechsel zu TSMCs N5-Fertigung für den GCD (Graphics Chiplet Die) sowie TSMCs N6 für die MCDs (Memory Chiplet Die).
Diese binden jeweils mit einem 64-Bit-Interface den Videospeicher an die GPU an. Dabei sind diese in eigenen Chiplets ausgelagert und nicht Teil des eigentlichen Grafikprozessors, nur bei Navi 33 wird auf ein monolithisches Design gesetzt. Bei den Ryzen-Prozessoren geht AMD seit der Zen-2-Generation einen ähnlichen Weg, wobei dort die Recheneinheiten auf mehrere CPU-Chiplets verteilt sind, während die Kommunikation über einen zentralen IO-Die erfolgt.
Die Effizient steigt, doch wie sieht es bei der absoluten Leistungsaufnahme aus?
Konkurrent Nvidia hat auf der GTC 2022 bereits die neue Ada-Lovelace-Generation alias Geforce RTX 4000 vorgestellt. Neben teils hohen Preisen ist auch die Leistungsaufnahme beim Topmodell hoch. Ob auch AMD diesen Trend mitgehen wird, lässt sich nicht sicher einschätzen. Betont wird bisher - ohne konkrete Daten zur Leistungsaufnahme zu nennen - die hohe Effizienz von RDNA 3. Fairerweise muss dazu aber erwähnt werden, dass die Effizienz bei der Konkurrenz ebenfalls laut Herstellerangaben stark gestiegen ist.
| Navi 33 * | Navi 32 * | Navi 31 * | |
|---|---|---|---|
| Codename | Hotpink Bonefish | Wheat Nas | Plum Bonito |
| Fertigung | N6 (TSMC) | N5 + N6 (TSMC) | N5 + N6 (TSMC) |
| Chiplets | monolithisch | 1x GCD + 4x MCD | 1x GCD + 6x MCD |
| Die-Size | 203 mm² | 200 mm² + (4x) 37,5 mm² | 308 mm² + (6x) 37,5 mm² |
| Transistoren | (?) | (?) | (?) |
| Shader Engines | 2 | 3 | 6 |
| Compute Units | 32 | 60 | 96 |
| ALUs | 4.096 | 7.680 | 12.288 |
| Textureinheiten | (?) | (?) | (?) |
| Ray Accelerator | (?) | (?) | (?) |
| L2-Cache | (?) | (?) | (?) |
| Interface | 128 Bit | 256 Bit | 384 Bit |
| Speicher | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 |
| Infinity Cache | 32 MByte | 64 MByte | 96 MByte |
| ROPs | (?) | (?) | (?) |
| PCIe | PCIe Gen5 | PCIe Gen5 | PCIe Gen5 |
Bisher hat AMD den Trend zu bis zu 450 Watt nicht mitgemacht. Das Pendant zu Nvidias Brechstange, der Geforce RTX 3090 Ti, - die Radeon RX 6950 XT - ist mit 335 Watt spezifiziert. Es bleibt daher abzuwarten, wo sich die neuen Grafikkarten bei der Performance pro Watt sowie bei der absoluten Leistungsaufnahme einordnen werden.