Radeon RX 6600 im Test: Die bisher "günstigste" Raytracing-Grafikkarte

Mit der sparsamen Radeon RX 6600 lässt sich in 1080p gut spielen, für Raytracing-Grafik müssen aber bestimmte Punkte erfüllt sein.

Ein Test von veröffentlicht am
Radeon RX 6600 Eagle von Gigabyte im Test
Radeon RX 6600 Eagle von Gigabyte im Test (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Aktuelle Grafik-Hardware zum regulären Preis ist derzeit eine völlige Utopie. AMD hingegen versucht die RDNA2-Technik zumindest auf dem Papier auch in niedrigeren Regionen zu etablieren: Die Radeon RX 6600 ist die günstigste aktuelle Grafikkarte - aber dennoch kein Billigheimer, wie unser Test zeigt.

Inhalt:
  1. Radeon RX 6600 im Test: Die bisher "günstigste" Raytracing-Grafikkarte
  2. Mal vor der Geforce, mal hinter Nvidia
  3. Radeon RX 6600: Verfügbarkeit und Fazit

Die Radeon RX 6600 ist dabei quasi eine hinsichtlich ihrer Funktionseinheiten und Taktraten reduzierte Radeon RX 6600 XT (Test), da sich beide eine gemeinsame Basis teilen: den Navi 23 genannten Chip. Statt des Vollausbaus mit 32 Compute Units sind 28 davon aktiv, auch die GPU-Frequenz fällt rund 300 MHz niedriger aus.

Interessanterweise ist die Radeon RX 6600 das erste Modell der Serie, bei dem Videospeicher mit 14 GBit/s verbaut wird - zuvor waren es 16 GBit/s. Es bleibt bei 8 GByte GDDR6, auch der schnelle Infinity Cache im Grafikchip fasst weiterhin 32 MByte bei gleichbleibendem Takt. Aufgrund von weniger CUs und weniger Takt ist die non-XT sparsamer als die XT, nur 132 Watt nennt AMD.

Für 1080p-Gaming ausgelegt

Gegner der nominell 340 Euro teuren RDNA2-Grafikkarte ist die Geforce RTX 3060 (Test), diese listet Nvidia für theoretisch 330 Euro - verfügbar ist sie aber erst ab über 600 Euro. AMD vergleicht beide Modelle rein in 1080p, denn aufgrund des kleinen Infinity Cache verliert die Radeon RX 6600 in höheren Auflösungen wie 1440p an Boden.

  • Radeon RX 6600 Eagle von Gigabyte (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Radeon RX 6600 Eagle von Gigabyte (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Radeon RX 6600 Eagle von Gigabyte (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Radeon RX 6600 Eagle von Gigabyte (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Radeon RX 6600 Eagle von Gigabyte (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
RX 6900 XTRX 6800 XTRX 6800RX 6700 XTRX 6600 XTRX 6600RX 6500 XTRX 6400
ChipNavi 21 (Vollausbau)Navi 21 (teilaktiviert)Navi 21 (teilaktiviert)Navi 22 (Vollausbau)Navi 23 (Vollausbau)Navi 23 (teilaktiviert)Navi 24 (Vollausbau)Navi 24 (teilaktiviert)
Shader5.120 (80 CUs)4.608 (72 CUs)3.840 (60 CUs)2.560 (40 CUs)2.048 (32 CUs)1.792 (28 CUs)1.024 (16 CUs)764 (12 CUs)
TMUs3202882401601281126448
Ray-Units8072604032281612
Game/Boost-Takt2.015/2.250 MHz2.015/2.250 MHz1.815/2.105 MHz2.424/2.581 MHz2.359/2.589 MHz2.044/2.491 MHz2.610/2.815 MHz2.039/2.321 MHz
Videospeicher16 GByte GDDR616 GByte GDDR616 GByte GDDR612 GByte GDDR68 GByte GDDR68 GByte GDDR64 GByte GDDR64 GByte GDDR6
Interface256 Bit @ 16 GBit/s256 Bit @ 16 GBit/s256 Bit @ 16 GBit/s192 Bit @ 16 GBit/s128 Bit @ 16 GBit/s128 Bit @ 14 GBit/s64 Bit @ 18 GBit/s64 Bit @ 16 GBit/s
Infinity Cache128 MByte (1024 Bit)128 MByte (1024 Bit)128 MByte (1024 Bit)96 MByte (768 Bit)32 MByte (512 Bit)32 MByte (512 Bit)16 MByte (256 Bit)8 MByte (256 Bit)
Infinity Fabric1.940 MHz1.940 MHz1.940 MHz1.940 MHz1.800 MHz1.800 MHz1.800 MHz1.800 MHz
Bandbreite512 GByte/s + 2 TByte/s512 GByte/s + 2 TByte/s512 GByte/s + 2 TByte/s384 GByte/s + 1,5 TByte/s256 GByte/s + 0,92 TByte/s224 GByte/s + 0,92 TByte/s144 GByte/s + 0,46 TByte/s128 GByte/s + 0,46 TByte/s
ROPs128128966464643232
Board-Power300 Watt300 Watt250 Watt230 Watt160 Watt132 Watt107 Watt53 Watt
PCIeGen4 x16Gen4 x16Gen4 x16Gen4 x16Gen4 x8Gen4 x8Gen4 x4Gen4 x4
Stromanschluss2x 8P2x 8P2x 8P6P + 8P1x 8P1x 8P1x 6Pkeiner
Launch-Preis1.000 US-Dollar (1.000 Euro)650 US-Dollar (650 Euro)580 US-Dollar (580 Euro)480 US-Dollar (480 Euro)380 US-Dollar (380 Euro)330 US-Dollar (340 Euro)200 US-Dollar (210 Euro)OEM
Spezifikationen der Radeon RX 6000
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  2. Scrum Master m/w/d
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Wir haben beide Auflösungen getestet, denn wer nicht zwingend Ultra-Details und 60 fps aufwärts benötigt, kann mit einer Geforce RTX 3060 und auch mit einer Radeon RX 6600 viel Spaß haben. Gleiches gilt für Raytracing, wo Nvidia prinzipiell signifikant stärker aufgestellt ist - zuletzt sind aber immer mehr Spiele erschienen, bei denen AMD involviert gewesen ist.

Nicht wenige davon sind Cross-Plattform-Titel, sprich sie erscheinen ebenfalls für die Playstation 5 und die Xbox Series X/S. In allen drei Konsolen steckt eine Grafikeinheit, die sich von einer Radeon RX 6600 technisch abseits des Infinity Cache wenig unterscheidet. AMDs Desktop-Grafikkarten profitieren von dieser Tatsache, wie unsere Benchmarks zeigen.

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Mal vor der Geforce, mal hinter Nvidia 
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