Verfügbarkeit und Fazit
AMD verkauft die Radeon R9 Nano offiziell für 650 US-Dollar vor Steuern. Für den deutschen Markt hat sich der Hersteller für einen Preis von 700 Euro inklusive Mehrwertsteuer entschieden, womit die Nano genauso teuer ist wie die etwas schnellere und längere Radeon R9 Fury X. Die Nano ist beispielsweise beim Onlinehändler Caseking in geringen Stückzahlen lieferbar.
Fazit
Die Radeon R9 Nano ist eine extrem spannende Grafikkarte, eine Art kaufbare Machbarkeitsstudie von AMD. Die Kombination aus einem Fiji-Chip im Vollausbau und 4 GByte HBM-Videospeicher mit einem harten Power-Limit ist technisch absolut sehenswert. Sie misst gerade einmal 15 cm, was einer knappen Handspanne entspricht. Da hier wenig Platz für die Kühlung bleibt, setzt AMD auf eine Verdampfungskammer und zwei Heatpipes.
Oben auf dem Aluminium-Kühlblock dreht ein 90-mm-Lüfter seine Kreise, und das hörbar, wirklich leise ist die Nano nur im Leerlauf. Unter Last rauscht der Propeller ziemlich, nervt aber nie. Störender empfinden wir das bei hohen Bildraten auftretende Spulenfiepen, hier hätte AMD bessere Komponenten verwenden sollen. Dieses Problem tritt allerdings auch bei der ähnlich kurzen Konkurrenz auf, zudem sind die Kühllösungen auf Asus' GTX 970 DirectCu Mini OC und Sapphires R9 380 ITX Compact deutlich lauter.
Rein von der Leistung her ist die Nano ein wenig schwächer als die Fury X, da AMD die Leistungsaufnahme und somit die Geschwindigkeit zugunsten einer leiseren Kühlung bewusst limitiert. Statt mit aller Gewalt die 1,05 GHz Chiptakt zu halten, hat AMD der Nano ein Power-Limit von 180 Watt einprogrammiert. Die theoretischen 1 GHz liegen daher höchst selten an, in den meisten Spielen drosselt die Karte nach einigen Minuten auf rund 850 bis 900 MHz.
Bedingt durch das strikte Power-Target ist die Nano so flott wie eine Geforce GTX 980 und benötigt ein bisschen mehr Energie. Wie bei den Fiji-Karten üblich ist die Leistung in 4K besonders gut, in niedrigen Auflösungen liegt die Geforce GTX 980 teils vor der Nano. Asus' Geforce GTX 970 Mini, bisher die schnellste ITX-Grafikkarte mit 17 cm Länge, ist AMDs Winzling ergo weit überlegen.
Abschließend stellen wir uns eine Frage: Wen spricht die Nano an? Die Zielgruppe schätzen wir als klein, aber kaufkräftig ein: Spieler, die ein Mini-ITX-System mit höchster Leistung bauen möchten. Denn das einzige echte Argument ist der Formfaktor der Nano. Sie liefert die mit Abstand höchste Leistung in Rechnern, in die keine 30-cm-Karten wie die Geforce GTX 980 passen.
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| Höchstleistung trotz Power-Limit |










Also laut Forum oder so wie ich das Verstehe hat man schon eine grosse Verbesserung wenn...
Sie scheitern nicht am Datendurchsatz. Die Latenz ist das Problem. Und da bremst...
LoL Aber jedem seine Meinung.
interessiert der takt denn wirklich, sind nicht die erreichbaren fps bei welchen...