Radeon R7 SSD: AMDs Radeon-SSDs kommen von OCZ
Unter dem Namen Radeon R7 SSD hat AMD seine ersten Solid-State-Laufwerke im 2,5-Zoll-Format vorgestellt. Dem Motto "Radeon is Gaming" entsprechend sollen die SSDs vor allem in Spiele-PCs zum Einsatz kommen. Seit über zwei Jahren gibt es auch Radeon-Memory in Form von DIMMs, das von der früheren Bezeichnung AMD Memory wieder umbenannt wurde.
Kamen die ersten Speichermodule mit AMDs Marke Radeon von Patriot, so ist bei den SSDs das von Toshiba übernommene Unternehmen OCZ der Partner. Die R7-SSDs gibt es mit 120, 240 und 480 GByte, sie basieren auf der Serie Vector 150 von OCZ. In den Gaming-Laufwerken steckt folglich der gleiche Indielinx-Controller Barefoot M00, und beim größten Modell sind auch die sequenziellen Schreib- und Leseraten mit 530 und 550 MByte/s gleich. Wie bei Mehrkanal-Controllern für SSDs üblich, sind die kleineren Versionen langsamer als die größeren.
Während für die Vector aber fünf Jahre Garantie bei 50 GByte Schreibvolumen pro Tag geboten sind, gibt es für die Radeon-SSD nur vier Jahre bei 30 GByte pro Tag. Das ist aber immer noch mehr als bei der OCZ-Serie Vertex 460, die auf 20 GByte täglich und drei Jahre Garantie spezifiziert ist.
Laut AMD werden die Laufwerke ab sofort an Händler geliefert. Mit im Paket liegen neben der SSD ein Einbaurahmen für 3,5-Zoll-Einschübe sowie das Programm Acronis True Image HD. Mit je 120, 240 und 480 GByte betragen die Preisempfehlungen 89, 145 und 232 Euro. Damit liegen die Radeon-R7-SSDs in der Oberklasse. Mit teureren Laufwerken für den professionellen Einsatz wie der Samsung 850 Pro vergleicht AMD die Radeons auch in eigenen Tests nicht.
Da trotz der relativ hohen Leistung als Serienbezeichnung R7 gewählt wurde, was bei den Grafikkarten der R7-Serie nicht für die Spitzenmodelle steht, kann von einer weiteren Serie namens R9 ausgegangen werden. AMD wollte dies zwar noch nicht bestätigen, aber Radeon-SSDs mit M.2-Anschluss oder für Sata-Express sind offenbar geplant.
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