Radeon Pro V340: AMD bringt doppelten Vega für Virtualisierung
AMD hat die Radeon Pro V340 vorgestellt, eine Grafikkarte für Virtualisierungslösungen. Sie folgt auf die zwei Jahre alte Firepro S7150 x2 , liefert aber mehr Rechenleistung und eine bessere Unterstützung für moderne Videocodecs wie H.265 oder VP9. Sie entspricht grob zwei Radeon RX Vega 56 auf einer Platine mit passiver Kühlung.
Gedacht ist die Grafikkarte für leistungsschwache Clients, um Programme von vergleichsweise einfachen Office-Anwendungen bis hin zu aufwendiger CAD-Software zu beschleunigen. AMD nutzt hierfür die MxGPU-Technik, um aus der Cloud heraus die Rechenleistung der Radeon Pro V340 bereitzustellen. Anders als bei den Lösungen von Intel oder Nvidia haben 32 Nutzer Zugriff auf 1 GByte Videospeicher, was eine höhere Dichte pro Server bedeutet.
Die Radeon Pro V340 verwendet zwei Packages, wobei jedes aus einem Vega-10-Grafikchip mit 56 aktiven Compute Units mit je 3.584 Shader-Einheiten und 16 GByte HBM2-Videospeicher besteht. Die Kühlung erfolgt passiv, da in einer Serverumgebung die Lüfter im Blade sitzen. Die thermische Verlustleistung der Grafikkarte beziffert AMD auf 300 Watt und verbaut zwei 8-Pol-Stromanschlüsse. Die Karte decodiert zwei Videostreams parallel, beispielsweise H.264 und HEVC.
AMD verkauft die Radeon Pro V340 ab dem vierten Quartal 2018 zu einem bisher nicht genannten Preis, vorerst wird der Beschleuniger auf der VM-World in Las Vegas ausgestellt. Nvidias Lösung für Virtualisierung heißt vGPU und umfasst eine Vielzahl von Tesla-Beschleunigern für Grid Virtual PC Grid Virtual Apps.