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Radeon AI Pro R9700: AMD bringt GPU mit viel Speicher für KI-Workstations

KI braucht viel Speicher, die AMDs neue Workstation- GPU liefert. Nvidia macht sie in erster Linie beim Preis Konkurrenz.
/ Johannes Hiltscher
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Sapphire baut die AI Pro R9700. (Bild: Sapphire)
Sapphire baut die AI Pro R9700. Bild: Sapphire

Wer mit etwas größeren KI-Modellen arbeitet, braucht schnell viel Speicher. Den liefert AMD mit einer neuen Workstation-GPU: Die Radeon AI Pro R9700 ist ab sofort mit 32 GByte GDDR6-RAM verfügbar(öffnet im neuen Fenster) . Obwohl AMD die Karte für KI-Anwendungen bewirbt, dürfte sie auch für andere Anwendungen mit hohen Speicheranforderungen wie Konstruktionsanwendungen und wissenschaftliche Simulationen interessant sein.

Die 128 KI-Beschleuniger und 4.096 Stream-Prozessoren berechnen bis zu 1,5 PetaOPs(öffnet im neuen Fenster) (Int4 mit structured sparsity, g+ ). Damit liegt die AI Pro R9700 rund 50 Prozent vor Nvidias DGX Spark , das wiederum etwa auf dem Niveau einer RTX 5070 liegt. Da bis zu vier Bildschirmausgänge (Displayport 2.1a) verbaut werden können, kann die Karte auch als GPU und nicht nur als KI-Rechenbeschleuniger genutzt werden. Für Letzteres kommt AMDs Rocm zum Einsatz.

Technisch handelt es sich bei der AI Pro R9700 um eine RX 9070 XT(öffnet im neuen Fenster) ( Test ) mit verdoppeltem Speicher. Die angegebenen Leistungsdaten sind annähernd identisch, die Pro-Variante taktet allerdings 50 MHz niedriger. Der Speicher ist, wie auch bei der RX 9070 XT, mit 256 Bit angebunden, der Infinity-Cache fasst 64 MByte. Zudem ist explizit hervorgehoben, dass Fehlerkorrekturmechismen (ECC) für den Grafikspeicher unterstützt werden.

Radeon AI Pro R9700: Preis und Verfügbarkeit

Den verdoppelten Speicher lässt sich AMD fürstlich bezahlen: Als Verkaufspreis sind ab 1.299 US-Dollar angegeben, rund doppelt so viel wie eine RX 9070 XT aktuell kostet. Alternate listet die AI Pro R9700(öffnet im neuen Fenster) aktuell für rund 1.400 Euro, hat sie allerdings nicht auf Lager.

Die Karte ist damit eher als günstige Alternative zu Gaming-GPUs von Nvidia zu sehen, bei den Workstation-Modellen hat der Konkurrent mit der RTX Pro 6000 ein deutlich leistungsfähigeres Modell im Angebot. Hier gibt es mit 96 GByte dreimal so viel Speicher – zum mehr als fünffachen Preis. Bei der Speicherausstattung ist Nvidias rund doppelt so teure RTX 5090 der direkte Vergleich, die mit 3,4 PetaFLOPS (FP4 mit structured sparsity) auch mehr als doppelt so schnell rechnet.


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