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Radarsatelliten: Bundeswehr plant bis zu 1.200 Satelliten für Spock 2

Die Bundeswehr lässt ein LEO-Satellitennetzwerk errichten, das weltweit zu den Top 10 gehört.
/ Achim Sawall
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Iceye-Satellit (Bild: Iceye)
Iceye-Satellit Bild: Iceye

Die Bundeswehr plant eine der größten Satellitenkonstellationen der Welt. Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen in den kommenden Jahren ins All gebracht werden, wie zwei gut informierte Insider laut Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) berichten. Die Pläne, über die Golem bereits berichtete, seien noch nicht offiziell bestätigt, hieß es weiter.

Der Großteil der Spionage-Satelliten ist demnach für das System Spock 2 vorgesehen. Die Abkürzung steht für Spacesystem for Persistent Operational Tracking. Das hochmoderne System soll Radar und Spezialkameras nutzen, um den Militärs ein möglichst präzises Lagebild zu liefern. Frühestens in drei Jahren soll es einsatzbereit sein.

Wie das System im Detail aussehen wird, bespricht die Bundeswehr den Angaben zufolge derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Rüstungs- und Raumfahrtunternehmen Airbus, Rheinmetall und OHB bildeten oder erweiterten bereits drei verschiedene Konsortien, um sich für Spock 2 zu bewerben.

Spock 2 wird ein engmaschiges Netz

In der Summe baut Deutschland mit Spock und dem Kommunikationssystem SatcomBW 4 eine der weltweit größten militärischen Überwachungsinfrastrukturen im Orbit auf. Die Radarsatelliten mit SAR- und elektrooptischen Sensoren durchdringen jede Wolkenschicht.

Durch die Hunderten von Kleinsatelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) entsteht mit Spock 2 ein engmaschiges Netz. Sobald ein Satellit abzieht, übernimmt der nächste. Allerdings müssen die Satelliten konstant ersetzt werden.

Mit 1.200 Satelliten würde Deutschland nach dem US-Anbieter Starlink die zweitgrößte Konstellation im All betreiben. Zwar könnten bis zum Aufbau der deutschen Flotte neue Konstellationen etwa aus China oder von Technologiekonzernen wie Amazon entstehen. Dennoch dürfte sich Deutschland Schätzungen zufolge auch dann noch unter den fünf größten Betreibern weltweit befinden.


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