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Racer: Airbus will Hubschrauber mit Flügeln bauen

Helikopter sind im Vergleich zu Flugzeugen langsam, können jedoch fast überall starten und landen. Airbus will mit dem Racer die Vorteile beider Systeme verbinden. Der Racer soll rund 400 km/h erreichen und ist mit einem horizontalen sowie zwei vertikalen Rotoren ausgerüstet.
/ Andreas Donath
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Airbus Racer (Bild: Airbus)
Airbus Racer Bild: Airbus

Airbus hat auf der Paris Airshow das Hubschrauberflugzeug(öffnet im neuen Fenster) Racer (Rapid And Cost-Effective Rotorcraft) vorgestellt, das eine Reisegeschwindigkeit von mehr als 400 km/h erreichen soll. Die Höchstgeschwindigkeit normaler Hubschrauber liegt meist zwischen 200 und 300 km/h, wobei einige Militärmodelle etwas schneller fliegen.

Airbus Racer (Herstellervideo)
Airbus Racer (Herstellervideo) (01:13)

Das sogenannte Boxwing-Design beinhaltet zwei kurze Flügel in Dreiecksform, die jeweils einen Rotor umfassen, der beim Vorwärtsflug für Schub sorgt. Der Hochgeschwindigkeitshubschrauber ist mit zwei Safran RTM322-Triebwerken(öffnet im neuen Fenster) ausgerüstet, die sowohl die Seitenrotoren als auch den Hauptrotor antreiben. Für den Drehmomentausgleich ist beim Racer kein Heckrotor notwendig; dieser wird durch unterschiedlichen Schub der Propeller ausgeglichen. 2020 soll laut Airbus die Endmontage des Racer erfolgen, ein Jahr später der Erstflug.

Airbus stellte bereits 2010 mit dem Eurocopter X3(öffnet im neuen Fenster) einen Hubschrauber mit Seitenrotoren vor. Am 7. Juni 2013 stellte der X3 mit 472 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord im Horizontalflug auf. Im Sinkflug kam er auf 487 km/h.

Beim Racer sind die Seitenrotoren zum Heck gerichtet, was die Passagiere vor Lärm schützen soll. Der Hubschrauber soll für Notarzt-, Such- und Rettungseinsätze, öffentliche und kommerzielle Versorgungs- und Transportflüge sowie private und Geschäftsflüge eingesetzt werden.


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