Racer: Airbus stellt Hochgeschwindigkeits-Hubschrauber vor
Der Helikopter Airbus Racer(öffnet im neuen Fenster) erreicht nach Angaben des Herstellers eine Geschwindigkeit von 220 Knoten (400 km/h). Er übertrifft damit die typischen Geschwindigkeiten herkömmlicher Hubschrauber, die sich um 140 Knoten bewegen, deutlich. Im Vergleich dazu erreicht der Kipprotor V-280 Valor von Bell, der kürzlich vom Pentagon ausgewählt wurde, eine Reisegeschwindigkeit von 280 Knoten.
Das vorgestellte, 217 Millionen US-Dollar teure Demonstrationsmodell zeichnet sich durch eine Konstruktion aus, bei der traditionelle Überkopfrotoren mit zwei nach vorn gerichteten Propellern kombiniert werden.
Diese Konfiguration soll die Stabilität und Geschwindigkeit des Flugzeugs erhöhen und damit die Reaktionszeiten bei kritischen Missionen wie Such- und Rettungseinsätzen verkürzen.
Airbus-Helicopters-CEO Bruno Even betonte: "Es gibt Einsätze, bei denen der schnellstmögliche Zugang zu einem Gebiet entscheidend ist. Wir sprechen oft von der 'goldenen Stunde'. Dieses Konzept bezieht sich auf das kritische Zeitfenster, in dem die medizinische Versorgung am wichtigsten ist, um Leben zu retten."
Wettbewerb in der Drehflüglerbranche nimmt zu
Die Nato führt derzeit eine Studie über die nächste Generation von Hubschraubern durch. Das Design des Racers könnte für militärische Anwendungen angepasst werden, je nachdem, wie die Nato-Planer ihre künftigen Anforderungen definieren.
In der Zwischenzeit vereinbarten das italienische Unternehmen Leonardo und der US-Hersteller Bell vor kurzem, bei der Entwicklung der Kipprotor-Technologie der nächsten Generation zusammenzuarbeiten. Bei diesem Ansatz werden die traditionellen Rotorblätter eines Hubschraubers vollständig ersetzt.
Leonardo leitet auch ein separates Projekt, das sich auf die Entwicklung der nächsten Generation von Kipprotoren für die zivile Nutzung konzentriert. Der Agusta Westland AW609(öffnet im neuen Fenster) ist das einzige bestehende zivile Modell, das allerdings noch nicht zugelassen ist.
Befürworter der Kipprotor-Technologie argumentieren, dass diese höhere Geschwindigkeiten und Reichweiten ermögliche und damit für militärische Einsätze gut geeignet sei. Kritiker weisen darauf hin, dass die höhere Geschwindigkeit mit einer größeren Komplexität und höheren Wartungskosten einhergehe.
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