R2 von Nuro: Autonomer Lieferwagen darf ohne Aufpasser unterwegs sein

Der R2 von Nuro soll Lieferungen autonom zu Kunden bringen - und braucht nun keinen menschlichen Aufpasser mehr, sondern darf auf öffentlichen Straßen fahren.

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Nuro R2
Nuro R2 (Bild: Nuro)

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat den selbststeuernden Lieferfahrzeugen von Nuro die Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr erteilt. Dort dürfen die Fahrzeuge ohne menschlichen Aufpasser unterwegs sein, was bisher nicht erlaubt war.

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Nach Angaben des Chefs von Nuro hat die Coronapandemie den Bedarf der Öffentlichkeit an kontaktlosen Lieferdiensten beschleunigt. Die Fahrzeuge des Unternehmens lassen sich mit allen möglichen Waren bestücken, die die Kunden dann den Fächern entnehmen können.

Das kleine autonome Fahrzeug R2 von Nuro soll Lebensmittel in der Nachbarschaft ausliefern. Das Auto ist 2,71 m lang, aber nur etwa 1,10 m breit, Platz für einen Fahrer oder Beifahrer bietet es nicht. Als erstes straßenzugelassenes Auto in den USA erhielt der Nuro nun eine Befreiung für bisherige Pflichtbestandteile: Windschutzscheibe, Außenspiegel und eine sich eigenständig einschaltende Rückwärtskamera dürfen weggelassen werden.

Der Nuro R2 ist mit Lidar, Radar und Kameras ausgestattet, um sich zu orientieren. Er fährt maximal 40 km/h, wiegt 1.150 kg und transportiert Waren mit einem Gewicht von bis zu 190 kg. Der Akku hat eine Kapazität von 31 kWh. Das Auto wurde in Partnerschaft mit dem in Michigan ansässigen Unternehmen Roush Enterprises entwickelt und gebaut. Seine Warenabteile sind klimatisiert, um verderbliche Waren frisch zu halten.

  • Nuro R2 (Bild: Nuro)
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Nuro R2 (Bild: Nuro)
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Nuro ist erst das zweite Unternehmen in Kalifornien, das eine solche Genehmigung erteilt bekam. Das erste war die Google-Tochter Waymo.

Die Genehmigung ermöglicht es Nuro nun, mit der Erprobung des kürzlich vorgestellten R2-Fahrzeugs zu beginnen. Die Tests sollen in der Region des Silicon Valley in den Gemeinden Santa Clara und San Mateo beginnen. In den nächsten Wochen und Monaten will Nuro verschiedene Aktivitäten zur Einbindung der Gemeinde unternehmen, was aber erst nach dem Ende der Coronapandemie möglich sein wird. So muss beispielsweise Ersthelfern der Umgang mit den Fahrzeugen bei Notfällen gezeigt werden.

Der nächste Schritt soll dann die Beantragung einer Genehmigung für den kommerziellen Einsatz der Fahrzeuge in ganz Kalifornien sein, teilte das Unternehmen mit.

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