Abo
  • Services:
Anzeige
Büroraum von Yelp
Büroraum von Yelp (Bild: Spencer Platt/Getty Images)

Qype und Yelp Verschmelzungen von Social-Web-Diensten sind schwierig

Nach der Übernahme durch Yelp wird Qype geschlossen. Inhalte der Nutzer wurden automatisch zu Yelp übertragen, Anwender müssen sich aber manuell registrieren. Das zeigt, wieso Produktverschmelzungen bei nutzergenerierten Inhalten so schwierig und selten sind.

Anzeige

Irgendwann in den Jahren 2007 oder 2008 verhandelten Facebook und seine einstmals in Deutschland marktführende Kopie StudiVZ mehrere Monate lang über eine Übernahme. Am Ende scheiterte eine Akquise an datenschutzrechtlichen Auflagen, wie es Markus Schunk von der damaligen StudiVZ-Muttergesellschaft Holtzbrinck Digital einst erklärte. Die Webwelt sollte also nie erfahren, wie ein soziales Netzwerk, das zu dem Zeitpunkt weltweit 100 Millionen Mitglieder verzeichnete, einen Konkurrenten mit rund zehn Millionen Anwendern übernehmen und in die eigene Struktur integrieren würde. Die Begründung mit Datenschutzaspekten überraschte nicht: Die Anwender hatten sich bei den Diensten auf Basis ganz unterschiedlicher Nutzungs- und Privatsphärebedingungen registriert und betätigt. Laxe US-Gesetze trafen auf weitaus strengere deutsche Regeln, wodurch ein simpler automatisierter Import sowohl funktionell als auch juristisch problematisch gewesen wäre.

Yelp und Qype ziehen es durch

Im Gegensatz zu dem Duo Facebook-StudiVZ konnten sich die Empfehlungsplattformen Yelp und Qype vor genau einem Jahr auf eine Übernahme einigen. Beide Dienste ermöglichten das Auffinden und Bewerten von Geschäften sowie Restaurants durch Anwender und waren dank unterschiedlicher regionaler Verbreitungsgebiete komplementär. Die zwei Angebote miteinander zu verschmelzen, erschien somit sinnvoll. Zwölf Monate nach der Bekanntgabe des Kaufs steht dieser Prozess vor dem Abschluss. Ende Oktober wird Qype abgeschaltet, ab diesem Zeitpunkt gibt es nur noch Yelp.

Problematischer Migrationsvorgang

Für aktive Qype-Anwender ist die Vereinheitlichung mit Aufwand verbunden: Zwar hat Yelp ihre Bewertungsbeiträge und Fotos bereits auf seiner Plattform integriert. Ihr Konto zieht jedoch nicht automatisch um. Stattdessen müssen sie sich für ein neues Konto bei Yelp registrieren und anschließend auf dieser Website einen Verifizierungsprozess durchlaufen, um ihren Qype-Content mit ihrem neuen Yelp-Konto zu verknüpfen. Andere Qype-Inhalte wie Check-Ins, Listen/Guides und Beiträge von virtuellen Orten werden nicht überführt, gehen somit verloren, wie in dieser Yelp-FAQ nachzulesen ist. Wer den Umzug zu Yelp nicht mitmachen möchte, der muss manuell mit dem Yelp-Team Kontakt aufnehmen, um eine Löschung des Contents bei Yelp zu veranlassen. Getreu dem Motto "Don't Ask for Permission, Ask For Forgiveness" nimmt sich Qype-Besitzerin Yelp den für sie interessanten Content und erwartet dann von den Anwendern, aktiv zu werden, das heißt, ihn entweder mit einem Yelp-Konto zu verbinden oder nachträglich entfernen zu lassen.

Verlierer sind die aktiven Anwender 

eye home zur Startseite
braco86 24. Nov 2013

Anfangs dachte ich, "haja warum denn nicht verschmelzen" yelp war ja schon immer ein...

schattenklinge 22. Okt 2013

ich habe dieses Qype als App oft im Ausland genutzt, um Restaurants und Bars zu finden...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. GK Software AG, Schöneck
  2. Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel
  3. EidosMedia GmbH, Frankfurt am Main
  4. Deloitte, verschiedene Standorte


Anzeige
Top-Angebote
  1. 239,00€ inkl. Versand oder 203,51€ für Ebay-Plus-Mitglieder mit Gutscheincode PLUSXMAS...
  2. (u. a. Ghost Recon Wildlands 26,99€, GTA 5 24,99€, Rainbox Six Siege 17,99€, Urban Empire 9...
  3. 44,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Niederlande

    Deutsche Telekom übernimmt Tele2

  2. Drive Me

    Volvo macht Rückzieher bei autonomen Autos

  3. Astronomie

    Die acht Planeten von Kepler-90

  4. Fuso eCanter

    Daimler liefert erste Elektro-Lkw aus

  5. Edge

    Eine Karte soll Daten mehrerer Kreditkarten speichern

  6. Netzneutralität abgeschafft

    Die doppelte Selbstentmachtung der US-Internetaufsicht

  7. Private Division

    Rockstar-Games-Firma gründet Ableger für AAA-Indiegames

  8. Klage erfolgreich

    BND darf deutsche Metadaten nicht beliebig sammeln

  9. Neuer Bericht

    US-Behörden sollen kommerzielle Cloud-Dienste nutzen

  10. Übernahme

    Walt Disney kauft Teile von 21st Century Fox



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Vorratsdatenspeicherung: Die Groko funktioniert schon wieder
Vorratsdatenspeicherung
Die Groko funktioniert schon wieder
  1. Dieselgipfel Regierung fördert Elektrobusse mit 80 Prozent
  2. Gutachten Quote für E-Autos und Stop der Diesel-Subventionen gefordert
  3. Sackgasse EU-Industriekommissarin sieht Diesel am Ende

2-Minuten-Counter gegen Schwarzfahrer: Das sekundengenaue Handyticket ist möglich
2-Minuten-Counter gegen Schwarzfahrer
Das sekundengenaue Handyticket ist möglich
  1. Handy-Ticket in Berlin BVG will Check-in/Be-out-System in Bussen testen
  2. VBB Schwarzfahrer trotz Handy-Ticket

Kilopower: Ein Kernreaktor für Raumsonden
Kilopower
Ein Kernreaktor für Raumsonden
  1. Raumfahrt Nasa zündet Voyager-Triebwerke nach 37 Jahren
  2. Bake in Space Bloß keine Krümel auf der ISS
  3. Raumfahrtpionier Der Mann, der lange vor SpaceX günstige Raketen entwickelte

  1. Re: Squadron 42 von Anfang an als eigenes Spiel...

    Muhaha | 09:25

  2. Re: An alle Experten: Ihr lagt wieder mal falsch!

    Kondratieff | 09:24

  3. Re: Lobbyarbeit

    Muhaha | 09:23

  4. Re: Die 1000 Karte

    User_x | 09:21

  5. Re: Ich finde das mit einer GTX1050 nicht "ultimativ"

    JohnDoes | 09:20


  1. 09:01

  2. 08:58

  3. 08:31

  4. 08:16

  5. 07:53

  6. 07:17

  7. 16:10

  8. 15:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel