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Qwen wird zum Standard: China dominiert Veröffentlichungen großer Frontier-KI-Modelle

Während chinesische KI-Labore sehr große Modelle veröffentlichen, konzentrieren sich US-Unternehmen auf Hardware-Optimierung.
/ Mike Faust
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Das KI-Modell Qwen ist laut Hugging Face zum Fundament des Open-Model-Ökosystems geworden. (Bild: CN-STR/AFP via Getty Images))
Das KI-Modell Qwen ist laut Hugging Face zum Fundament des Open-Model-Ökosystems geworden. Bild: CN-STR/AFP via Getty Images)

Die Open-Source- und Community-Plattform Hugging Face hat die Entwicklung offener KI-Modelle im ersten Halbjahr 2026 analysiert. In einem Blogbeitrag mit dem Titel State of Open Models(öffnet im neuen Fenster) heißt es, dass chinesische KI-Labore zunehmend den Bereich sehr großer Frontier-Modelle dominieren, Anbieter aus den USA dagegen immer mehr auf Hardware-Optimierung und spezialisierte Infrastruktur setzen.

In fast jedem Monat des Jahres 2026 waren die leistungsfähigsten Modelle aus China größer als jedes von einem US-Unternehmen veröffentlichte Modell. Während die Obergrenzen bei chinesischen Modellen zwischen 754 Milliarden und 2,78 Billionen Parametern lagen, blieben die US-Modelle in fünf von sieben betrachteten Monaten unter 130 Milliarden Parametern. Ausnahmen betrafen lediglich Nvidias Nemotron 3 Ultra und Inkling von Thinking Machines.

Die Open-Source-KI-Bewegung wird in den USA vor allem von Hardware-Unternehmen vorangetrieben, wobei AMD und Nvidia mit jeweils mehr als 200 Repositories die aktivsten Publisher waren. Die Veröffentlichungen dienten hauptsächlich dazu, zu demonstrieren, dass diese Modelle optimal auf den Chips der Hersteller funktionieren.

Qwen etabliert sich als Standard-Basismodell

Das Modell Qwen von Alibaba wuchs in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 um 180 bis 210 Repositories pro Tag und entwickelte sich laut Hugging Face zum Fundament des Open-Model-Ökosystems. Auf der Plattform wurden zum Zeitpunkt des Blogbeitrags 151.448 Derivate von Qwen verzeichnet.

Während die meisten kleineren Modelle weiterhin unter freien Lizenzen wie Apache 2.0 oder MIT laufen, führen Anbieter extrem großer Modelle (wie Kimi K3 oder Qwen 3.8) zunehmend nicht-kommerzielle Einschränkungen und Umsatzbeteiligungen ein. So dürfen etwa Kimi-Modelle nicht ohne ausdrückliche Genehmigung von Unternehmen genutzt werden, die mehr als 20 Millionen Dollar Umsatz im Jahr machen.

Im Juli 2026 machten Coding-Agenten erstmals den größten Teil des Nutzertraffics auf Hugging Face aus. In diesem Monat ereignete sich auch der erste dokumentierte Fall, bei dem ein autonomer Agent einen anhaltenden Einbruchsversuch auf Hugging Face unternahm. Dieser konnte später auf einen internen Test von OpenAI zurückgeführt werden und führte zu einer 100-Millionen-US-Dollar-Forderung von Hugging Face gegen das Unternehmen.


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