Quizduell in der ARD: "Es war ein Hackerangriff!"
Ein Unbekannter hat dafür gesorgt, dass die Erstausgabe der von Jörg Pilawa moderierten ARD-Rateshow Quizduell(öffnet im neuen Fenster) mit technischen Problemen kämpfte. Statt dass wie ursprünglich geplant die Zuschauer per Smartphone und Tablet gegen vier Hauptkandidaten antraten, durfte nur das Studiopublikum mitspielen.
Grund: Rund zehn Minuten nach Start der Sendung stellte sich nach und nach heraus, dass die Server, über die die rund 190.000 registrierten Nutzer hätten teilnehmen können, ihren Dienst nicht verrichteten.
"Es war ein Hackerangriff! Wir sitzen weiter dran", so die Redaktion der Sendung auf Facebook(öffnet im neuen Fenster). Auch Pilawa selbst sagte während der Show, dass die Server gehackt worden seien – angeblich von einem einzigen Angreifer.
Später teilte die ARD mit: "Die Server, die dafür sorgen sollten, dass die Zuschauer zu Hause per Smartphone-App live gegen die vier Studio-Kandidaten antreten, funktionierten nicht. Noch ist nicht klar, was genau das Problem war." Laut Frank Beckmann, Koordinator Vorabend und Programmdirektor beim zuständigen NDR, "läuft die Ursachenforschung auf Hochtouren." Einen Hackerangriff wollte Beckmann nicht erneut bestätigen.
Die Rateshow Quizduell soll drei Wochen lang im Vorabendprogramm vor allem junge Zuschauer anlocken. Sie wird von ITV Studios Germany im Auftrag des NDR produziert und ist eng mit der für diverse Plattformen erhältlichen erfolgreichen Rate-App der schwedischen Entwicklergruppe FEO Media AB gekoppelt.
Ob die Sendung am Dienstag durchgeführt werden kann, ist noch unklar. Pilawa witzelte am Ende der Premierenausgabe, dass stattdessen morgen möglicherweise "Verbotene Liebe" gezeigt werde.
Nachtrag vom 13. Mai 2014, 11:20 Uhr
Die Untersuchungen des Vorfalls dauern am Tag nach der missglückten Premiere noch an, wie ein Sprecher der ARD Golem.de sagte. Im Laufe des Tages will sich der Sender näher äußern, noch ist auch nicht entschieden, ob die zweite Ausgabe des Quizduells am Dienstag wie geplant stattfindet. Schon im Laufe der Nacht nach der ersten Sendung hat der NDR seine Mitteilung zu den Problemen(öffnet im neuen Fenster) geändert, von einem Hackerangriff ist dort inzwischen nicht mehr die Rede. Dementsprechend wurde auch die Einleitung dieser Meldung angepasst.
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