Abo
  • Services:

Quixote: Ein belesener Roboter ist ein guter Roboter

Belesene Roboter sind nicht psychotisch: Mit Hilfe von Literatur soll künstliche Intelligenz lernen, was Moral ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter Pepper (Symbolbild): Wie der Protagonist einer Geschichte zu handeln, ist gut.
Roboter Pepper (Symbolbild): Wie der Protagonist einer Geschichte zu handeln, ist gut. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Buddenbrooks, Die Hamletmaschine oder Der Vorleser: Über Jahrtausende hat die Menschheit in Geschichten moralische Werte beschrieben und tradiert. Wie sollte sich Moral also besser erklären lassen als anhand der Literaturgeschichte? Mark Riedl und Brent Harrison, zwei Forscher des Georgia Institute of Technology, wollen genau das: Roboter Moral mit Hilfe von Literatur lehren.

Stellenmarkt
  1. SSI SCHÄFER Automation GmbH, Giebelstadt bei Würzburg
  2. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Hannover

Quixote heißt das System, das Riedl und Harrison kürzlich auf der Konferenz der Association for the Advancement of Artificial Intelligence (AAAI) präsentiert haben. Es soll Robotern beziehungsweise künstlicher Intelligenz (KI) beibringen, Geschichten zu lesen, akzeptable Abläufe zu erlernen und so zu verstehen, wie sie sich in menschlicher Gesellschaft benehmen sollen.

Kinder lernen durch Bücher, ...

"Die gesammelten Geschichten der verschiedenen Kulturen lehren Kinder anhand von Beispielen aus Fabeln, Romane und anderer Literatur angemessene und unangemessene Verhaltensweisen", sagt Riedl. "Wir glauben, dass das Verständnis für Geschichten bei Robotern psychotisches Verhalten vermeidet und dafür Entscheidungen fördert, ein angestrebtes Ziel zu erreichen, ohne dabei Menschen zu schaden."

Quixote basiert auf dem Scheherazade-System, Riedls vorherigem Forschungsprojekt: Das KI-System spinnt Geschichten aus vorgegebenen Versatzstücken. Nutzer geben Handlungselemente vor und Scheherazade bringt sie in eine logische Reihenfolge.

... KI auch

Scheherazade analysiert eine fiktionale Handlung und lernt, was eine normale, eine richtige Handlung ist. Diese Struktur gibt das System an Quixote weiter. Quixote macht daraus Belohnungssignale, die bestimmte Verhaltensweisen verstärken und andere bestrafen. Die KI lernt so, dass es gut ist, wie der Protagonist einer Geschichte zu handeln, und schlecht, zufällig oder wie der Antagonist zu handeln.

Als Beispiel nennen die Entwickler einen Roboter, der in einer Apotheke ein Rezept einlösen soll. Die einfachste und schnellste Variante wäre, dem Apotheker das Medikament mit Gewalt zu entwenden und damit abzuhauen. Wäre der Roboter auf Effizienz programmiert, also darauf, das Medikament schnell zu beschaffen, würde er wohl so handeln.

Sozial akzeptiert ist besser als effektiv

Langwieriger, aber dafür sozial akzeptiert ist die Variante, dass der Roboter sich anstellt und wie alle anderen wartet, bis er an der Reihe ist. Die KI erwägt viele verschiedene Handlungsmöglichkeiten. Dabei wird sie für diejenige belohnt, die der Handlung in einer Geschichte ähnelt.

Mit der Zeit lerne Quixote so, bestimmte Verhaltensweisen zu bevorzugen und andere abzulehnen. Quixote habe nicht gelernt: Du darfst nicht stehlen, sagte Riedl der britischen Tageszeitung The Guardian. Es stehle nicht, weil es Geschichten analysiert und daraus abgeleitet habe, dass Stehlen nicht akzeptabel sei.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 9,99€
  3. (u. a. Spider-Man 1-3 für 8,49€, X-Men 1-6 für 23,83€ und Batman 1-4 für 14,97€)

theonlyone 23. Feb 2016

Uncanny Vallay ist das Thema zur Optik. Entweder schaut man das der Roboter überhaupt...


Folgen Sie uns
       


Dell Latitude 7390 - Test

Das Latitude 7390 sieht aus wie eine Mischung aus Lenovo Thinkpad und Dell XPS 13. Das merken wir am stabilen Gehäuse und an der sehr guten Tastatur. Aber auch in anderen Punkten kann uns das Gerät überzeugen - eine würdige Alternative für das XPS 13.

Dell Latitude 7390 - Test Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse
  2. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  3. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor

Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
Kreuzschifffahrt
Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
Von Werner Pluta

  1. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
  2. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren
  3. Elektromobilität Norwegische Elektrofähre ist sauber und günstig

    •  /