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Bose-Kopfhörer ohne HD-Codec und ohne Auracast

Die verwendete Bluetoothversion hängt beim Quiet Comfort Kopfhörer 2 bei 5.3, als Codecs werden nur SBC und AAC geboten. Der Quiet Comfort Kopfhörer 2 hat wie das Vorgängermodell keinen HD-Codec und auch kein Auracast. Zum Vergleich: Sony versieht seine Oberklasse-ANC-Kopfhörer seit zehn Jahren mit einem HD-Codec. Sowohl der WH-1000XM6 als auch der neuere WH-1000XX alias 1000X The Collexion beherrschen Auracast.

Ärgerlicherweise hat Sony bei der Neuauflage des beliebten WH-1000XM4 Auracast weggelassen.

In unserem Test des Bose-Kopfhörers gelang es uns nicht, die Kopfhörer mit einem Smartphone zu verbinden; die Verbindung brach immer wieder ab und baute sich neu auf. Mit anderen Kopfhörern hatten wir damit keine Probleme. Wer als Käufer des Bose-Kopfhörers ein Problem-Smartphone besitzt, wird verärgert sein. Vergleichbare Probleme begegneten uns in den vergangenen Jahren bei Kopfhörern anderer Hersteller nicht.

Bluetooth-Probleme mit dem Bose-Kopfhörer

An den meisten anderen mobilen Geräten funktionierten die Bose-Kopfhörer normal. Allerdings war eine Nutzung mit einem Bluetooth-fähigen Gigaset-Schnurlostelefon nicht möglich, weil die Kopplung an einer PIN-Abfrage scheiterte. Viele Bluetooth-Kopfhörer anderer Hersteller können selbstverständlich auch mit dem Festnetztelefon genutzt werden.

Immerhin funktioniert Bluetooth-Multipoint diesmal wie erwartet und lässt sich bei Bedarf deaktivieren. Damit kann der Kopfhörer parallel mit zwei Geräten verbunden sein.

Neuer Bose-Kopfhörer liefert eine gute Sprachqualität

Einer der größten Nachteile des alten Quiet Comfort Kopfhörers war, dass die Sprachqualität schlechter war als bei den vorherigen Modellen. Mit den älteren Bose-Modellen können wir sogar an einer lauten Baustelle telefonieren: Die Gegenseite hört davon nichts, und wir werden gut verstanden. Auch andere Lärmquellen in der Umgebung werden meist wirksam unterdrückt.

Diese Technik baut Bose beim neuen Modell wieder ein, so dass wir mit dem neuen Modell auch in lauteren Umgebungen fast bedenkenlos telefonieren können. Wenn es zu laut wird, verschlechtert sich die Sprachqualität allerdings doch zu stark. Wir können eine Verstärkung für die eigene Stimme aktivieren, um zu verhindern, dass laut gebrüllt wird, weil man sich selbst nur stark gedämpft hört. Wird diese Option aktiviert, verringert das die ANC-Leistung etwas. Die Stimmenverstärkung kann nicht am Kopfhörer selbst an- oder abgeschaltet werden, das geht nur in der Bose-App.

Wie beim Transparenzmodus kommt der Bose-Kopfhörer beim Telefonieren nicht gut mit Wind klar. Dann sind wir für die Gegenseite nicht mehr zu verstehen. Wenn andere im gleichen Raum in einer Entfernung von zwei bis drei Metern sprechen, ist das mit den Bose-Kopfhörern für die Gegenseite deutlich zu hören. Das alles schafft die Sony-Konkurrenz besser.

Die Bose-App hat sich kaum verbessert

Ein gewaltiger Nachteil der in den vergangenen Jahren erschienenen Bose-Kopfhörer war die Qualität der App. Das besserte sich in unserem Test ein wenig, so massive Probleme wie bisher traten nicht mehr auf. Die App liefert allerdings auch nicht die Zuverlässigkeit, die wir von einer solchen Anwendung erwarten.

Nach App-Updates wurden immer mal wieder alle gekoppelten Kopfhörer vergessen, teilweise mussten sie dann neu verbunden werden. Einige Male fand die App die Kopfhörer gar nicht, dann lassen sich keine Einstellungen mehr ändern. Und manchmal startete die App auch einfach nicht mehr.

Die Bose-App nervt Kunden, der Hersteller sitzt es aus

Kunden beklagen solche Probleme seit vielen Jahren im Play Store und App Store und machten oft die gleichen schlechten Erfahrungen wie wir. Geäußert wird auch die Vermutung, dass sich Bose für diese Art von Fehlerberichten nicht interessiere. In den Bewertungen im Play Store aus den vergangenen Wochen findet sich keine einzige Antwort des Unternehmens.

Der Anteil der negativen Bewertungen ist seit Monaten deutlich in der Überzahl, obwohl Betroffene berichten, dass negative Kommentare durch Bose blockiert würden. Seit mindestens sechs Jahren beobachtet Golem, wie Bose die App vernachlässigt und die gleichen Probleme immer wieder vorkommen. Eigentlich ist eine App in dieser Form für Kunden eine Zumutung. Die mangelnde Qualität fällt auch bei vielen Beschriftungen in der App auf, die abgeschnitten sind und die Bedienung dadurch erschweren.

Ansonsten ist die Bose-App für Android und iOS auf dem Starbildschirm gut strukturiert. Die Übersichtlichkeit wäre besser, wenn nicht fast alle Funktionen in einem Untermenü doppelt aufgelistet wären. Die App startet auch ohne aktive Internetverbindung, gibt aber dann eine Fehlermeldung aus, was irritierend sein kann, wenn die App etwa auf einer Flugreise verwendet wird. Auf Tablets gibt es weiterhin keine Querformatsdarstellung.

Quiet Comfort Kopfhörer 2 mit guter Akkulaufzeit

Bose gehört nach wie vor zu den wenigen Herstellern, die es nicht erlauben, ein Update für die Kopfhörer manuell einzuspielen. Das erfolgt immer automatisch. Ärgerlicherweise gibt es auch keine Informationen dazu, wie lange ein solches Update dauert. Der Ladestand der Kopfhörer wird ungenau in Zehn-Prozent-Schritten angezeigt.

Bose nennt für den Quiet Comfort Kopfhörer 2 wie beim Vorgängermodell eine Akkulaufzeit von 24 Stunden, so dass sie auch auf langen Flugreisen durchhalten. Der Hersteller liegt damit leicht unter den Werten des WH-1000XM6, der auf 30 Stunden kommt. Wie die neueren Sony-Kopfhörer kann der Bose-Neuling wieder während des Aufladens weiter verwendet werden.


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