Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Boses neuer Kopfhörer klingt gut

Die Klangqualität war bei den Bose-Kopfhörern schon immer gut, und das bleibt so. Auch das neue Modell liefert eine gute Räumlichkeit und bildet viele Details ab. Die Abstimmung von Höhen, Mitten und Bass stimmt, und im Vergleich zum WH-1000XM6 agiert die Bose-Klangeinheit etwas natürlicher, denn das Sony-Klangbild ist wärmer und bassbetonter. Es ist Geschmackssache, was einem eher zusagt.

In der Bose-App gibt es vier Equalizer-Voreinstellungen und einen Drei-Band-Equalizer. Anpassbare Modi fehlen, und eine Equalizer-Konfiguration lässt sich nicht abspeichern. Diesbezüglich lässt Sony das Bose-Produkt sehr schwach aussehen.

Bose integriert in den Quiet Comfort Kopfhörer 2 eine Spatial-Audio-Aufmischung, die der Hersteller immersives Audio nennt. Dabei werden Musikstücke und Filme nicht zu stark verändert, das Ergebnis ist gut. Musik und Filme werden räumlicher und voluminöser, und in lauten Filmszenen bleiben Dialoge trotzdem noch gut zu verstehen. Stellenweise nimmt der Hallanteil aber schon zu. Unverständlich: Obwohl wir Kopfbewegungen abgeschaltet haben, folgt die Musikwiedergabe den Kopfbewegungen – und das mögen wir nicht.

Mehr Komfort gibt es bei der Konkurrenz

Die Steuerung des neuen Modells ist wie beim Vorgängermodell, wir sind damit zufrieden. Alles wird über gut erfassbare und erreichbare Tasten gesteuert. Das hat den Vorteil, dass auch eine Steuerung mit normalen Handschuhen möglich ist. Ein großes Ärgernis: Bose hat die Mikrofonsteuerung für Telefonate beim Neuling gestrichen. Eine Umbelegung der Tasten ist nicht vorgesehen.

Beim Funktionsumfang vermittelt auch der neue Bose-Kopfhörer nicht den Eindruck, ein Produkt der Oberklasse zu sein. Es gibt noch immer keine Trageerkennung, eine automatische Anrufannahme und der Transparenzmodus lassen sich nicht auf Zuruf aktivieren. Durch den Verzicht auf Sensorflächen fehlt dem Bose-Produkt auch die ausgesprochen praktische Handauflegegeste der Sony-Kopfhörer. Damit hat es Bose besonders schwer, beim Funktionsumfang mit der Konkurrenz Schritt zu halten.

Bose-Kopfhörer sitzt bequem

Beim Design orientiert sich Bose am Vorgängermodell, beide sind platzsparend faltbar. Auf der Kunststoffoberfläche des getesteten schwarzen Modells bleiben Fingerabdrücke gut erkennbar haften und das sieht nach einiger Zeit unschön aus. Sie lassen sich natürlich wegwischen, aber das muss immer wieder gemacht werden. Den Quiet Comfort Kopfhörer 2 können wir sogar als Brillenträger viele Stunden ununterbrochen aufhaben, ohne dass es ungemütlich wird oder schmerzt. Die Bügel lassen sich geräuschlos stufenlos in der Größe ändern.

Der Anpressdruck des Quiet Comfort Kopfhörers 2 ist nicht so hoch wie beim WH-1000XM6. Noch wohler fühlen wir uns unter dem WH-1000XX und dem WH-1000XM4 respektive der Neuauflage, weil sie einen noch geringeren Anpressdruck haben.

Bose gibt für das neue Modell keine IP-Schutzklasse an. Bei Regen sollten sie vorsichtshalber nicht getragen werden. Wie beim Vorgängermodell verträgt sich der Kopfhörer nicht gut mit hohen Kragen oder Kissen, ein Entlanggleiten verursacht lästige Kratzgeräusche. Das kennen wir so laut und massiv nicht von Konkurrenzprodukten.

Kabelzuspielung über USB-C

Die auffälligste Änderung am neuen Bose-Kopfhörer sind die Ohrpolster, die nun innen farbig anders abgesetzt sind. Außerdem befindet sich der Ein-Aus-Schalter am Rand der Ohrmuscheln und ist gut erreichbar. Ebenfalls auffällig: Es gibt keine 2,5-mm-Klinkenbuchse mehr am Kopfhörer.

Bose legt ein USB-C-Kabel mit 3,5-mm-Stecker bei, so dass darüber kabelgebunden weiterhin Musik gehört werden kann. Zudem liegt ein USB-C-Kabel bei, über das endlich auch eine Musikwiedergabe möglich ist. Dabei wird eine höhere Qualität erzielt. Beide Kabel lassen sich gut im Netzfach des mitgelieferten Etuis verstauen, das wieder vergleichsweise klein und kompakt ist.

Das neue Etui hat im Boden eingelassen eine leichte Ausbuchtung, um ein Verrutschen des Kopfhörers zu verhindern. Das ist besser als die Lösung des Einsatzes beim Vorgängermodell. Auch das neue Etui hat einen Reißverschluss, an dem sich eine Lasche befindet. Deutlich komfortabler sind die Schnappverschlüsse an den Etuis der neueren Sony-Kopfhörer, außer beim kommenden WH-1000XM4C.

Bei der Bluetoothtechnik bleibt der Kopfhörer hinter dem zurück, was 2026 zu erwarten wäre.


Relevante Themen