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Quicksy: Mit der Telefonnummer ins Jabber-Netz

Die Android-App Quicksy will eine Brücke schlagen zwischen Nutzern des XMPP-Protokolls und der Möglichkeit, Kontakte über die Telefonnummer zu finden.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Die Telefonnummer hat als Identifikationsmerkmal für Messenger-Dienste noch lange nicht ausgedient.
Die Telefonnummer hat als Identifikationsmerkmal für Messenger-Dienste noch lange nicht ausgedient. (Bild: Hubert Berberich/Wikimedia Commons)

Mit einer neuen Messenger-App namens Quicksy will Daniel Gultsch, der Entwickler des bekannten Jabber-Clients Conversations, die Einstiegshürde ins Jabber-Netzwerk senken. Das Besondere: Bei Quicksy werden Nutzer über die Telefonnummer identifiziert, sie können aber auch Kontakte hinzufügen, die das normale XMPP-Protokoll nutzen.

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Bei XMPP, dem Protokoll hinter dem Jabber-Netzwerk, werden Nutzer wie bei E-Mails über eine Kombination von Nutzername und Host identifiziert, also beispielsweise xmppuser@example.com. Bei den meisten anderen modernen Messengern wie Whatsapp oder Signal werden Kontakte stattdessen üblicherweise über ihre Telefonnummer identifiziert.

Telefonnummern zur Kontaktsuche: einfach, aber aus Datenschutzsicht problematisch

Der Vorteil: Wer die Telefonnummer im Adressbuch des Smartphones gespeichert hat, kann diesen Kontakt dann automatisch in diesen Messengern anschreiben. Doch die Kontaktsuche über Telefonnummern ist auch umstritten, denn sie setzt praktisch immer voraus, dass das Telefonbuch auf den Server des Betreibers hochgeladen wird, was aus Datenschutzsicht nicht unproblematisch ist.

Um die beiden Netze zu verbinden, wird man bei Quicksy über eine Telefonnummer identifiziert, die dann automatisch einer passenden XMPP-Id zugewiesen wird, beispielsweise +49123456789@quicksy.im. Abgesehen von der Telefonnummern-Id basiert Quicksy auf Conversations und bietet dieselben Features. Es ist damit also beispielsweise möglich, Nachrichten mit dem OMEMO-Protokoll zu verschlüsseln.

Anders als Conversations ist Quicksy kostenlos im Google Play Store erhältlich. Conversations selbst wird im Play Store kostenpflichtig angeboten, es ist aber dank GPL-Lizenz beispielsweise über den F-Droid-Store auch kostenlos verfügbar.

Auch bei Quicksy werden Telefonnummern auf den Server hochgeladen, jedoch werden sie dort nach Angaben des Entwicklers nicht dauerhaft gespeichert. Aber natürlich wäre es möglich, dass bei einer Kompromittierung der Server oder wenn der Serverbetreiber nicht vertrauenswürdig ist, diese dort gesammelt werden.

Kostenpflichtige Telefonnummernregistrierung für bisherige XMPP-Nutzer

Als zusätzliche Möglichkeit können auch bestehende Jabber-Nutzer, die das Netz klassisch über eine XMPP-Id verwenden, ihre Telefonnummer bei Quicksy registrieren lassen, um so von den Nutzern dort automatisch gefunden zu werden. Das ist wiederum ebenfalls kostenpflichtig. Der Code der Quicksy-App steht ebenso wie Conversations unter der GPL-3-Lizenz. Der serverseitige Code ist jedoch proprietär.



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nille02 23. Nov 2018

Das macht Apple aber letztlich. Wenn du eine Nachricht verschickst wird die Nummer auch...

dgultsch 22. Nov 2018

Der Teil des Servers der die Telefonnummern synchronisiert (Also der Teil den die Quicksy...


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