Quic: Chrome entfernt Server Push für HTTP-Verbindungen

Die Server-Push-Technik von HTTP/2 und HTTP/3 ist lange als Vorteil gepriesen worden, genutzt wird das aber kaum. Nun steht das Ende bevor.

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Der Server Push war ein Versuch, der sich nicht durchgesetzt hat.
Der Server Push war ein Versuch, der sich nicht durchgesetzt hat. (Bild: Karen Bleier/AFP via Getty Images)

Die große Neuerung der Protokolle HTTP/2 und Quic mit HTTP/3 basieren im Grunde auf Arbeiten und Ideen von Google. Eine der dafür erstellten Techniken ist der sogenannte Server Push, der lange als Vorteil der neuen Protokolle gepriesen wurde. Wie das Entwicklungsteam von Googles Chrome-Browser mitteilt, soll die Unterstützung für die Technik nun aber entfernt werden. Als erster Schritt dahin soll der Browser zunächst Servern mitteilen, keine Daten über die Push-Funktion zu senden.

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Die Server-Push-Technik ermöglicht es Servern, bei HTTP/2-Verbindungen bereits Daten zu senden, die im Client wahrscheinlich benötigt werden, bevor diese tatsächlich angefragt werden. Die Daten können dann auch im Cache gespeichert werden. Dies ist nur einer von mehreren Ansätzen, die dazu führen sollten, HTTP-Verbindungen zu beschleunigen.

Google hat die Server-Push-Technik erstmals in seinem eigenen SPDY-Protokoll eingeführt, was als Grundlage für HTTP/2 genutzt wurde. Ebenso wird die Technik in Googles gQuic-Protokoll genutzt sowie auch in dem von der IETF standardisierten HTTP/3 über Quic. Breit durchgesetzt hat sich die Technik Google zufolge jedoch nie.

Laut Statistiken des Herstellers führten lediglich 0,03 Prozent aller HTTP/2-Verbindungen zu einem Request auf Grundlage eines Server-Pushs. Darüber hinaus würden nur 40 Prozent der empfangenen Server-Pushes überhaupt genutzt. Google schließt daraus, dass Serverbetreiber schlicht kein Interesse daran hätten, die Technik zu nutzen oder weiter voranzubringen. Es ist davon auszugehen, dass die Nutzungsrate der Technik weiter fällt, sofern Google diese aus seinem Browser entfernt, so dass der Server Push mittelfristig vermutlich auch aus den IETF-Standards entfernt wird.

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Als Ersatz für die Technik empfiehlt Google die Nutzung des Preloads (<link rel="preload">). Im Vergleich dazu seien die Vorteile von Server Push vernachlässigbar gewesen. Außerdem genutzt werden könnten die HTTP-Early-Hints (Status Code 103). Der Server Push sei außerdem für Technik genutzt worden, die ursprünglich nicht intendiert waren, wie etwa das Streaming. Für Letzteres entsteht derzeit das Webtransport-Protokoll.

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caldeum 12. Nov 2020

Nee WebSocket braucht nur HTTP 1.1 und nutzt dann den Connection Upgrade header.



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